Die Bamberger Polizei hat sich in dieser Woche des Grünpfeils in der Armeestraße, Kreuzung Pödeldorfer Straße, angenommen. Dieser gilt für Fahrzeugführer, die von der Armeestraße nach rechts in die Pödeldorfer Straße abbiegen wollen. Bei der rund einstündigen Überwachung wurden insgesamt 13 Fahrzeugführer beanstandet - eine sowohl unerfreuliche als auch bedenkliche Bilanz, denn damit hielten sich acht von zehn Autofahrern nicht an die Bestimmung der Straßenverkehrsordnung (StVO).
Geregelt ist der Grünpfeil in § 37 Abs. 2 Nr. 1 der StVO. Dieser besagt, dass nach dem Anhalten das Abbiegen nach rechts auch bei Rot erlaubt ist, wenn eben ein solcher Grünpfeil (Grüner Pfeil auf schwarzem Grund) neben dem roten Lichtzeichen angebracht ist. Entscheidend ist hier der Passus "nach dem Anhalten", mit der ein Stillstand des Fahrzeugs gefordert wird.
Dies gilt zudem nur für Abbieger aus dem rechten Fahrstreifen und natürlich müssen sich Verkehrsteilnehmer so verhalten, dass eine Behinderung oder Gefährdung anderer, insbesondere des Fußgänger- und Fahrzeugverkehrs der freigegebenen Verkehrsrichtung, ausgeschlossen ist.
Sechs der 13 im Rahmen der Kontrolle beanstandeten Fahrzeugführer ließen nicht einmal ein Verlangsamen ihres Fahrzeugs an der Haltelinie erkennen, weshalb in diesen Fällen eine Anzeige wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit die Folge war. Bei sieben Verkehrsteilnehmern blieb es bei einer mündlichen Verwarnung. Die zum Teil aus Unwissenheit, zum anderen aus Gleichgültigkeit begangenen Verstöße, kommen die Fahrer mit 70 Euro Bußgeld und einem Punkt im Fahreignungsregister teuer zu stehen. Bei Gefährdungen oder gar Unfällen erhöht sich das vorgesehene Bußgeld noch.
Die Polizei hat angesichts des Ergebnisses der Kontrolle angekündigt, mit Grünpfeil geregelte Einmündungen und Kreuzungen verstärkt zu überwachen. pol