Nachdem Dieter Tuphorn in diesen schwierigen gesellschaftlichen Zeiten 86-jährig in aller Stille zu Grabe getragen wurde, hielt man für das aus Thüringen stammende Höchstadter Original in der St.-Georgs-Kirche eine Gedenkmesse ab.

Dieter Tuphorn war in den 50er bis 90er Jahren aus der Höchstadter Vereinsszene nicht wegzudenken. Als Fußballer beim ASV und später beim TSV zeigte er seine sportlichen Ambitionen. Bei der Stadtkapelle organisierte er jahrzehntelang im Vorstand die Geschicke des Musikvereins mit. Er spielte in etlichen Unterhaltungs- und Tanzkapellen: in der "Rio-Band", bei den "Safe-Knackers", bei " Alli Klein", später bei der "Taliban-Band", den Vorläufern der "Hornochsen-Band", und noch bei anderen Formationen. Neben Klarinette und Saxofon blies er auch ab und zu in die Tuba.

Der gelernte Web-Meister schulte später zum Krankenpfleger um und engagierte sich im Höchstadter Krankenhaus fast bis zur Selbstaufgabe. Im Rettungsdienst arbeitete er beim Roten Kreuz in Höchstadt auch als Ausbilder. Als "Narkosepfleger" war er im Krankenhaus eigentlich unentbehrlich. Dies brachte ihm auch die Spitznamen "Dr. Sauerbruch" oder " Dr. Mabuse" ein. Im Heimatverein wirkte er auch für die Belange seiner Heimat in Franken.

Der engagierte Mitbürger lebte zuletzt zurückgezogen im Altenheim des Roten Kreuzes in Höchstadt. Für den Heimatverein und die Stadtkapelle stand Georg Römer, für das Krankenhaus Herrmann Popp und sein Neffe Thomas Tuphorn zu einer Gedenkminute mit dem Lied vom guten Kameraden an seinem Grab. gr