Endlich wieder Landesliga-Fußball im Lichtenfelser Karl-Fleschutz-Stadion. Und das Heimspiel gegen den FC Fuchsstadt hatte viel zu bieten: Spannung, Emotionen, Platzverweise - und eine Entscheidung in der Nachspielzeit.

Landesliga Nordwest

FC Lichtenfels -

FC Fuchsstadt 3:2 (1:1)

Die Lichtenfelser begannen gut. Aggressiv, wie es sich für eine Heimelf gehört, ließen sie den Gegner kaum aus der eigenen Hälfte entfliehen. In der 14. Minute wurden die Korbstädter schon für den Aufwand entlohnt. Jankowiak steckte die Kugel gekonnt durch die gegnerische Abwehrkette und Pfadenhauer schloss allein vor Torwart Zwickl zum 1:0 ab.

Ab Mitte der ersten Hälfte konnten sich die Gäste vom Druck der Gastgeber befreien und gestalteten die Partie ausgeglichen. Der Ausgleich in der 37. Minute fiel aber überraschend. Steffen Schmidt zog aus fast 30 Metern ab und der Ball senkte sich über FCL-Keeper Kapitz zum 1:1 ins Tor. Kurz darauf hätte Baldauf sogar die Führung für die Gäste erzielen können, doch sein Schuss ging am Tor vorbei. Nach dem Wechsel ging es munter weiter. Zollnhofer setzte sich in der 52. Minute genial durch und sein Zuspiel verwertete Schaller zur 2:1-Führung.

Die Freude über den Spielstand währte aber nicht lange. In der 54. Minute konnte die FCL-Abwehr eine Flanke nicht klären und Baldauf netzte trocken zum 2:2 ein. Wieder nur zwei Minuten später wurde der allein auf das Fuchsstädter Tor zulaufende Jankowiak von Pfeuffer kurz vor dem Strafraum festgehalten. Schiedsrichter Wagner gab zuerst nur eine Gelbe Karte für Pfeuffer, nach Rücksprache mit dem Linienrichter gab es aber Rot wegen einer Notbremse.

Gäste unbeeindruckt

Die Unterzahl beeindruckte die Gäste aber wenig. Die Partie war ausgeglichen und nach 76 Minuten wurde auch die Gleichzahl an Spielern wiederhergestellt, da Scholz mit der Ampelkarte den Platz verlassen musste. Die Schlussphase war nichts für schwache Nerven. In der 80. Minute scheiterte Frank für die Gäste an Kapitz. Fünf Minuten später ließ Pfadenhauer für den FCL eine gute Chance liegen. Auf der Gegenseite konnte wiederum Kapitz einen Schuss von Baldauf entschärfen. Aufgrund von einigen Verletzungsunterbrechungen ließ Schiedsrichter Wagner fünf Minuten nachspielen. In der 91. Minute wurde Gästespieler Frank nach einer Unsportlichkeit mit Gelbrot vom Platz geschickt.

Mit der letzten Aktion bekamen die Hausherren noch einen Eckball. Die Gästeabwehr konnte den hereinfliegenden Ball nicht klären und Andreas Mahr wuchtete die Kugel aus acht Metern unhaltbar zum 3:2 ins Tor. tn