Keine Langeweile gibt es für Kinder und Jugendliche in Bischberg in der Ferienzeit. Davon legte die Jugendbeauftragte der Gemeinde, Ulla Scharf, in der Sitzung des Gemeinderates in ihrem Bericht über das Ferienprogramm des letzten Jahres Zeugnis ab. 29 Veranstaltungen waren demnach geplant worden, alle 29 wurden auch durchgeführt. 670 Kinder und Jugendliche nahmen daran teil, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent entspricht.

Großen Anklang fanden Scharf zufolge dabei die "Cake Pops" und das Kindersägewerk mit mehreren Einzelveranstaltungen, die Bürgermeisterjagd und der Lego-Nachmittag. Eine Neuauflage des Ferienprogramms soll es in diesem Jahr natürlich auch wieder geben - und aufgrund der Vielzahl von Veranstaltungen beschloss der Gemeinderat einstimmig, Haushaltsmittel in Höhe von 5000 Euro dafür einzuplanen. Großes Lob zollte Bürgermeister Johann Pfister (BI) Scharf für ihr ehrenamtliches Engagement, gleichzeitig warb er für noch mehr Unterstützung.

Eine positive Entwicklung nahm im letzten Jahr auch die öffentliche Bücherei St. Markus. Dies belegte die Büchereileiterin Kreszentia Nüßlein in ihrem Jahresbericht. Die Bücherei ist am Sonntag von 9.30 bis 12 Uhr, am Mittwoch von 9.30 bis 10.30 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Gestiegen war dabei sowohl die Anzahl der Medien, die der Besucher und auch die Zahl der Ausleihen. Zwölf Erwachsene und zwei Jugendliche leisteten insgesamt 1111 Arbeitsstunden. Großen Anklang fanden den Worten von Nüßlein zufolge "Bibfit", der Büchereiführerschein für Vorschulkinder, die Teilnahmen am Bamberger Literaturfestival, die Bastelaktion beim Pfarrfest und beim Ferienprogramm. Problematisch sei allerdings die beengte Raumsituation, die zur Folge habe, dass Bücher kaum ansprechend präsentiert werden könnten und teilweise in Kisten gelagert werden müssten.

Nicht überraschend ist die Tatsache, dass die Generalsanierung des Hallenbads Bischberg aufgrund der langen Planungszeit und des bislang noch nicht berücksichtigten Einlasssystems mit Kassenautomaten teurer wird als bislang geplant. Betrugen die Baukosten brutto bislang rund 4,2 Millionen Euro, steigen sie nun auf 4,7 Millionen Euro. Nach Abzug der Förderung von rund 60 Prozent verbleibt bei der Gemeinde ein Eigenanteil von 1,9 Millionen Euro. Mit 19:1 Stimmen beschloss der Gemeinderat, die notwendigen Haushaltsmittel im Haushalt 2020 bereitzustellen. Mit den Arbeiten soll nach Möglichkeit noch in diesem Jahr begonnen werden.

Einstimmig erfolgte der Beschluss zur Änderung des Bebauungsplanes "Westlicher Ortsteil" in Bischberg. Dort ist geplant, an der Hauptstraße eine Pflegeeinrichtung oder alternativ eine Seniorenwohnanlage zu erstellen. Am Kastanienweg sollen Wohnhäuser in Form von Reihenhäusern und Geschosswohnungen entstehen. War dieses Gebiet bislang als Mischgebiet festgesetzt, soll dies in Zukunft als Allgemeines Wohngebiet entlang des Kastanienweges ausgewiesen werden.

Personelle Änderungen gab es zum Ende der Sitzung: Für Susanna Förtsch, die in den Ruhestand tritt, wurde Sandra Trittmacher einstimmig zur Standesbeamtin der Gemeinde bestellt und gleichzeitig zur Leiterin des Standesamtes ernannt. Bestätigt wurden vom Gemeinderat der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Tütschengereuth, Markus Schütz, und sein Stellvertreter Johannes Lurz. Zu guter Letzt wählte der Gemeinderat Nikolaus Drütschel in geheimer Wahl zum Feldgeschworenen.