277 Besucher zählte das Coburger Freibad am vergangenen Samstag, nachdem das Aquaria wegen der Corona-Pandemie heuer mit reichlicher Verspätung im Vergleich zu früheren Jahren die Sommerbad-Saison begonnen hat.

Hatten die sportlichen Schwimmer mit den vorgeschriebenen Bahnen im 50-Meter-Sportbecken keine Problem und sahen ihre Bedürfnisse mit dem "Kreisverkehr" gedeckt, ist das Freibad in Zeiten der Pandemie für Familien und Kinder kaum attraktiv. Es gibt keine Bänke und Liegen, Spiel- und Sportplätze sind ebenso geschlossen wie das Kinder- und Wellenbecken. Offen haben noch das Ein- und Drei-Meter-Sprungbrett. Am Sonntag hatten 66 Besucher den Weg ins Aquaria gefunden. Die verhältnismäßig niedrige Besucherzahl, trotz des warmen Sommerwetters am Samstag, führt Aquaria-Betriebsleiter Jörn Kirchner auf die Umstände der vorherigen Online-Kartenbuchung zurück, und weiter "haben wir auch nicht für alle Zielgruppen etwas. Die Sport- und Vereinsschwimmer haben sich natürlich gefreut". Einige E-Mails hatte Kirchner am Montag zu beantworten.

Beschwerde-E-Mails

Einerseits gab es Kritik, Kinder und Jugendliche hätten wenig bis nichts vom Freibadbesuch, zum anderen gab es Nachfragen, warum nicht auch Hallenbad und Saunalandschaft zur Verfügung stünden. "Wir müssen uns an die Vorgaben und Regelungen der bayerischen Staatsregierung halten, sonst wäre auch der eingeschränkte Betrieb nicht möglich", gibt Kirchner zu bedenken. In der Kürze der Zeit habe man nicht alle Becken nach der langen Pause reinigen, Schäden ausbessern und neu füllen können, erklärte Kirchner weiter. Weiter haben Wellen- und Kinderbecken einen gemeinsamen Wasseranschluss, sind bei der Vorbereitung voneinander abhängig. Die Abstandsregelung im Wellen- und Kinderbecken könnten kaum kontrolliert und durchgesetzt werden. Von den von der Staatsregierung vorgegebenen Bestimmungen könne man nicht abweichen. cw