Christine Herold ist eine ganz rührige Frau, die Menschen gewinnen kann. Daher war es selbstverständlich, dass sie in der Jahresversammlung des Gartenbauvereins Neudrossenfeld einstimmig als Vorsitzende bestätigt wurde. Auch alle anderen Posten konnten problemlos besetzt werden.
Stellvertretender Vorsitzender bleibt Peter Linhardt, Kassier Gerhard Andersch. Neu im Amt ist Martina Meinhardt als Schriftführerin. Beisitzer beim Gartenbauverein zu sein, heißt, nicht bloß auf dem Papier zu stehen, sondern ein spezielles Aufgabengebiet zu übernehmen. Dafür stellten sich neu Rainer Limmer, Anja Lorenz und Gabriele Opitz zur Verfügung. Die weiteren Beisitzer bleiben Fabian Böhm, Martin Csöff, Jürgen Haberberger und Jörg Herold.


218 Mitglieder

Die Vorsitzende blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück und erwähnte die Pflege der gemeindlichen Streuobstanlagen sowie zahlreiche weitere Arbeitseinsätze und Aktionen zur Verschönerung des Ortsbildes. "Die Obstpresse der Kommune verlangte viel Einsatz, sechs Mitglieder des Vereins haben an 13 Tagen 41 Tonnen verarbeitet, Ehrenvorsitzender Andreas Ettenauer leitete das Team", sagte Christine Herold. Viel Anklang hätten das Kürbisfest und die Vorträge zum Jahresthema "Pflegeleichtes Gärtnern" gefunden.
Danke sagte die Vorsitzende Margarete Trunk, die sich seit Jahrzehnten um die Ortsbrunnen kümmert.
Für 2018 stehen das Schmücken der Osterbrunnen, verschiedene Vorträge und ein Jugend- und Familiennachmittag im Blickfeld. Eine Herausforderung werde wieder der Herbstmarkt der sechs Gartenbauvereine in der Gemeinde werden, so Herold. Und sie freute sich noch, dass der Verein aktuell 218 Mitglieder zählt, "damit gehören wir zu den großen Gemeinschaften in der Kommune".
Finanziell passt ebenfalls alles bei den Gartenfreunden, wie den Ausführungen des Kassiers Gerhard Andersch zu entnehmen war: "Wir haben wieder ein Plus gemacht."
Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit wurden Harald Würffel und für 40 Jahre Ellen Pankrath ausgezeichnet. Edda Schaar, 23 Jahre die Schriftführerin und für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich, verabschiedete man mit Blumen.
Das schönste Anwesen im Einzelhauswettbewerb gehört der Familie Roswitha und Hans Lesch, sie bekamen vor allem für ihre schöne Obstwiese und die naturnahe Hecke eine Tonmodel und einen Blumengruß.
Bürgermeister Harald Hübner bezeichnete den Gartenbauverein als Aushängeschild.
Auf das 125-jährige Bestehen des Kreisverbands machte Kreisvorsitzender Günter Reif aufmerksam. Er empfahl besonders den Besuch der großen Obstausstellung im Herbst in der Sommerhalle in Mainleus. Und er wandte sich fast beschwörend an die vielen Zuhörer: "Gärteln Sie bitte naturnah, die Insekten und die Umwelt werden es Ihnen danken."
Ein Stück Historie von 1930 bis in die siebziger Jahre ließ Franz Klatt unter dem Mottto "Der Begriff Heimat im Wandel der Zeit" aufleben. Seinen interessanten geschichtlicher Rückblick untermalte er mit alten Fotografien. Horst Wunner