Insgesamt 27 Bodenplaketten informieren in der Erlanger Innenstadt über Gasthäuser, die als Namensgeber für Straßen und Gassen fungierten. Wie das Referat für Planen und Bauen der Stadtverwaltung informiert, gab es bereits Mitte des 18. Jahrhunderts in Erlangen 80 Gastronomiebetriebe. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts stieg die Zahl auf über 100 und blieb bis ins 20. Jahrhundert hinein nahezu konstant.

Wichtig als Orientierungspunkte

Die Gasthäuser gehörten zum lebendigen Alltag der Erlanger und dienten Reisenden zum Zwischenaufenthalt. Zugleich waren die Gasthäuser Orientierungspunkte in der städtebaulich gleichförmigen Planstadt. Viele bis dahin namenlose Gassen der schnell wachsenden Stadt wurden nach einem dort ansässigen Gasthaus benannt. Sie wurden überwiegend traditionell benannt, trugen aber auch fantasievolle Namen wie zum Beispiel "Goldenes Einhorn".

Auf die Historie dieser Straßennamen weisen jetzt insgesamt 27 Bodenplaketten hin, quer verteilt in der Innenstadt. Vor dem Eingang der betreffenden Häuser wurde jeweils eine runde Bodenplakette aus Messing eingelassen. Sie trägt ein individuelles Symbol sowie den Namen der historischen Gaststätte. Bei einigen Plaketten wurde zusätzlich der Hinweis auf einen früheren Straßennamen vermerkt.

Infoflyer verfügbar

Mit dem Projekt möchte das ausführende Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung die Bürger zur Erkundung der Stadtgeschichte einladen. Begleitend zu diesem Projekt gibt es einen Infoflyer, der im Internet unter www.erlangen.de/innenstadtentwicklung abrufbar ist. Gedruckte Exemplare erhalten Interessenten an den bekannten Stellen, sobald sie wieder durchgängig geöffnet haben. red