bernhard Panzer

Als dem Planungsausschuss am Dienstagabend die Machbarkeitsstudie für eine zusätzliche Dreifachsporthalle am Gymnasium vorgestellt wurde, entspann sich eine ganz andere Debatte. Dass die Halle möglich ist, wo sie genau stehen und wie sie aussehen könnte - darüber gab es keine Zweifel. Ob aber die Zuschauerzahl in der großen Halle nebenan ausreichen würde, darüber wurde durchaus diskutiert.
Die neue Halle, die auf dem bisherigen Hartplatz hinter der Mensa der Schule gebaut werden soll, bekommt "nur 198" Zuschauerplätze und bleibt damit bewusst unter der für Versammlungsstätten relevante 200-er Grenze. Die bisherige Halle des Gymnasiums aber, die auch von den Basketballern und Handballern genutzt wird, hat laut Bürgermeister German Hacker (SPD) eine Tribünenkapazität von 600 Plätzen.


Wunsch der Sportler

Das aber seien zu wenig, führte Bernhard Schwab (CSU) an. Das sei ihm von den Sportvereinen zugetragen worden. Auch gegenüber dem FT hatte Basketball-Manager Olaf Kaddatz-Dassler schon gerügt, dass es in der Sportstadt Herzogenaurach an einer Halle mit genügend viel Zuschauerrängen fehle.
Bürgermeister Hacker sagte, dass man darüber nachdenke, ob die Tribüne nicht erweitert werden könne. Schließlich stehe ja auch ein Neubau dieser großen Halle an. Eventuell könnte man zwei gegenüberliegende Tribünen bauen, wie in einer Arena, mit dann vielleicht zweimal 400 statt bisher 600 Plätzen. Oder eben auch mehr. Doch darüber müsse zu gegebener Zeit noch gesprochen werden.
Wenn man diese Kapazitäten erweitern wolle, müsse aber auch über die Zahl und den Nachweis der Stellplätze nachgedacht werden. Vielleicht gehe es dann nicht ohne ein Parkdeck, meinte Hacker. Verwies aber darauf, dass solche Gedanken noch reine Zukunftsmusik seien.
Für die jetzt beabsichtigte Halle an der Beethovenstraße braucht's 45 Stellplätze für Autos. 15 sind nachgewiesen, der Rest soll über den bestehenden Parkplatz erfüllt werden, sagte Architekt Tobias Hettl.