Die Gemeinde Frensdorf ist für Bauwillige sehr attraktiv. Aufgrund der hervorragenden Infrastruktur, der landschaftlich schönen Lage und der Nähe zu Bamberg gehen Bauplätze weg wie warme Semmeln. Für die Gemeinde ist es allerdings nicht einfach, neues Bauland auszuweisen. Übergeordnete Stellen verlangen dafür einen Bedarfsnachweis. Wenn es, wie in der Gemeinde Frensdorf, eine große Zahl von unbebauten Bauplätzen gibt, ist es für Bürgermeister und Verwaltung schwer, diesen Bedarf gegenüber den Behörden deutlich zu machen.

Dies war einer der Gründe, weshalb Bürgermeister Jakobus Kötzner die Verwaltung mit einer Bauplatzanalyse beauftragt hat. Jetzt gab Kötzner das Ergebnis bekannt: "In unserer Gemeinde gibt es derzeit rund 170 baureife Baugrundstücke - innerorts oder in überplanten Baugebieten", berichtete Kötzner in der Sitzung. Im August habe die Gemeindeverwaltung alle Eigentümer angeschrieben: Nur etwa 25 Prozent hätten geantwortet. Von allen angeschriebenen Eigentümern habe sich kein einziger bereit erklärt, ein Grundstück zu verkaufen. Die meisten Grundeigner hätten Eigenbedarf oder Bedarf für die Nachkommen geltend gemacht.

In der gleichen Sitzung beantragte die Fraktion "Initiative Gemeinde Frensdorf" (IGF) die Einführung einer Vergaberichtlinie für gemeindliche Bauplätze. Die Vergabe von Bauplätzen solle künftig nach einem Punktesystem mit dem Ziel "Einheimischenmodell" erfolgen. Laut Antrag soll das neue System bereits bei den nächsten Baugebieten Anwendung finden. Details und Inhalte der Richtlinie sollen jetzt von der Verwaltung zusammen mit dem Bauausschuss erarbeitet werden.

Eigentümer stimmen zu

Die Aufstellung eines Bebauungsplans "Birkach nördlicher Köhläcker" und parallel dazu die Änderung des Flächennutzungsplans wurden ebenfalls in der Gemeinderatssitzung beschlossen. Schon vor einiger Zeit hatten die Grundeigentümer eine entsprechende Bauvoranfrage zur Errichtung von fünf Wohnhäusern eingereicht. Da es sich bei dem 4300 Quadratmeter großen Areal um eine landwirtschaftliche Fläche handle, sei die Bebauung vom Landratsamt nicht genehmigt worden, hieß es.

Den Eigentümern sei jedoch eine Genehmigung in Aussicht gestellt worden, sofern der Bebauungsplan und der Flächennutzungsplan entsprechend geändert würden. Dem haben die Eigentümer nun zugestimmt und aufgezeigt, dass die Erschließung über eine private Straße erfolge. Unter der Voraussetzung, dass die Grundbesitzer die Planungskosten übernehmen, gab auch der Bauausschuss seine Zustimmung. Die Eigentümer müssen mit der Gemeinde einen Erschließungsvertrag abschließen.