"Wie oft spreche ich an diesem Tag von einem besonderen Jahr? Niemals war es wohl so angemessen wie heute." Mit diesen Worten begrüßte ASCO-Geschäftsführer Matthias Schmidt-Curio den Abschlussjahrgang 2020 samt Familien und Freunden zur feierlichen Zeugnisverleihung im Prinzengarten in Coburg. Die coronabedingten Vorschriften machten eine Verabschiedung im gewohnten Rahmen in diesem Jahr unmöglich.

So war die kurze Ansprache des Geschäftsführers nicht nur vom Rückblick auf die zweijährige Ausbildung geprägt, sondern auch von den Eindrücken einer Prüfungsvorbereitung und -durchführung unter "erschwerten Bedingungen". Den höchsten Respekt zollte Schmidt-Curio dem "Corona Year", als das der Abschlussjahrgang 2020 für immer unvergessen bleiben wird, für die hervorragenden Leistungen. Die Prüfungsaufgaben wurden "vor Corona" ausgewählt und vom Kultusministerium festgelegt. "Es gab keinen Bonus", so Schmidt-Curio. Umso höher sei die beeindruckende "Einser-Quote". Insgesamt 15 der 33 Absolventen hatten in diesem Jahr eine "Eins vor dem Komma".

Enorm entwickelt

Aus unterschiedlichen Richtungen hätten vor zwei Jahren die nunmehr frischgebackenen Fremdsprachenkorrespondenten den Weg nach Coburg gefunden. Aus ganz Deutschland, aus unterschiedlichen Schulen und mit unterschiedlichsten Erfahrungen. Das Destillat eines guten Jahrgangs sitze nun vor ihm, sagte Schmidt-Curio. Er betonte zudem die enorme Entwicklung, die alle Absolventen während ihrer Ausbildung genommen hätten.

Sowohl fachlich als auch menschlich seien sie einen riesigen Schritt weitergekommen. Es sei an ihnen, nun in schwierigen Zeiten die Welt zu erobern und dabei - frei nach Jean Paul - nicht dorthin zu gehen, "wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist", um Spuren zu hinterlassen und Neues zu entdecken.

Auch der Oberbürgermeister der Stadt Coburg, Dominik Sauerteig, gab dem Abschlussjahrgang einige Worte mit auf den Weg. Er zeigte sich beeindruckt von den Leistungen. "Die sind umso höher zu bewerten, als alle Kandidaten Corona-bedingt seit April keine einfache Lernzeit hatten. Ich gratuliere Ihnen herzlich im Namen der Stadt und auch persönlich. Wenn Sie nun eine Anstellung in Coburg anstreben, freue ich mich sehr, dass Sie Ihr Fachwissen hier anwenden. Sollten Sie in die Welt hinausziehen, tragen Sie unser schönes Coburg mit im Herzen und machen Sie Werbung für unsere Stadt."

Im Namen des Kultusministeriums und der Regierung von Oberfranken verlieh er den vier Jahrgangsbesten eine Anerkennungsurkunde. Sie gehörten zu den besten Absolventen Bayerns. Diese besondere Ehrung erhielten: Leonie Koch (Neuss), Ann-Kathrin Greser (Lichtenfels), Joy Noel Rüffer (Hildburghausen), Sandra Fischer (Kronach).

Dazu hatten noch folgende Schüler eine "Eins vor dem Komma" in der Abschlussprüfung in einer oder beiden Fremdsprachen erreicht: Carolin Bock (Saalfeld), Katja Bretsch (Greifswald), Alina Depperschmidt (Coburg), Marie Dittrich (Coburg), Sandrine Exner (Suhl), Julia Fischer (Neuhaus am Rennweg), Lilli Fleischer (Marktredwitz), Laura Höfer (Coburg), Anna-Marie Hofmann (Saalfeld), Michelle Schlöffel (Bad Frankenhausen), Michelle Vanek (Weiden). red