Corona-Situation in fränkischer Flüchtlingsunterkunft: Ende Oktober letzten Jahres meldete das Ankerzentrum in Zirndorf (Landkreis Fürth) eine drastisch hohe Zahl von Corona-Infektionen. inFranken.de hat bei der Regierung Mittelfranken nachgefragt, wie die Situation in der Flüchtlingsunterkunft momentan aussieht.

Im Oktober 2020 hatten sich 59 der damals 201 Bewohner des Ankerzentrums Zirndorf mit dem Coronavirus infiziert. Die gesamte Flüchtlingsunterkunft stand unter Quarantäne. Die Bewohner durften das Ankerzentrum zeitweise nicht verlassen. Mittlerweile hat sich die Lage in Zirndorf aber entspannt. Laut der Regierung Mittelfranken leben dort aktuell 256 Menschen -  und nur ein Bewohner ist mit Corona infiziert. "In der Einrichtung gibt es derzeit nur eine infizierte Person im Alter von 18 Jahren", berichtet Martin Hartnagel, Pressesprecher der Regierung Mittelfranken, inFranken.de.

Ankerzentrum Zirndorf: Unter 256 Bewohnern nur ein Corona-Infizierter

Hartnagel erklärt das Vorgehen bei einem Corona-Fall in der Flüchtlingsunterkunft: "Bewohner die sich aufgrund einer Covid-19-Infektion in Isolation befinden, werden separiert untergebracht." Sie könnten sich nur in ihnen zugewiesenen Räumen aufhalten. Aufenthalte im Freien seien nur getrennt von den anderen Bewohnern möglich. Außerdem sei die Belegung des Ankerzentrum bereits vor dem ersten Corona-Fall (am 7. Oktober 2020) soweit wie möglich heruntergefahren worden. So wolle man eine räumlich großzügige Unterbringung möglich machen.

"Die Einrichtung  steht momentan nicht unter Quarantäne", berichtet Hartnagel. Ein spezielles Corona-Hygiene-Konzept gelte natürlich weiterhin in der Einrichtung. Beispielsweise würden Sanitärräume mehrmals täglich von einer Reinigungsfirma gereinigt und desinfiziert. Für alle Bewohner stünden zudem genügend Masken und Desinfektionsmittel zur Verfügung. 

Das Landratsamt Fürth hat unterdessen eine Versammlung von Gegnern der Corona-Maßnahmen untersagt. Kurz zuvor hatte bereits die Stadt Nürnberg ein entsprechendes Verbot erteilt.