Mitarbeiter-Protest am Klinikum Fürth: Beschäftigte streiken für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld. Beschäftigte des Klinikums Fürth haben am Dienstagmorgen (6. Oktober 2020) ihre Arbeit niedergelegt. Dies teilte die Gewerkschaft ver.di mit. Diese hatte zu dem Warnstreik am Dienstag ab 6 Uhr morgens für die Dauer von 24 Stunden aufgerufen.

Die Aktion mit einer Kundgebung am Dienstagnachmittag richtet sich nach Angaben der Gewerkschaft an rund 2100 Beschäftigte des Klinikums. Wie viele Beschäftigte sich beteiligten, war zunächst nicht bekannt. Die Mitarbeiter fordern unter anderem eine "Corona-Prämie als Anerkennung für die besonderen Belastungen und die besonderen Leistungen", sagte ver.di-Sprecher Bernhard Bytom .

Fürther Klinikum-Mitarbeiter treten in Streik

Die Patientenversorgung sei während des Warnstreiks sichergestellt. Wo dies notwendig sei, seien mit den Arbeitgebern Notdienstvereinbarungen geschlossen worden, hieß es von ver.di. Bis Freitag soll es im Freistaat zudem Warnstreiks in weiteren kommunalen Einrichtungen wie Kitas oder Müllabfuhr geben.

Ver.di und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro. Für die Beschäftigten im Gesundheitswesen werden zusätzliche Verhandlungen geführt. Ver.di fordert etwa eine Pflegezulage von 300 Euro und die Begrenzung der Arbeitszeit im Rettungsdienst auf 45 Stunden pro Woche. Mitte September war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben.

Auch der Tarifkonflikt im öffentlichen Nahverkehr geht in die nächste Runde. In mehreren fränkischen Städten fallen am Freitag Busse und Straßenbahnen aus. Es droht ein Verkehrschaos.