Tourismus-Branche bleibt Corona-Opfer: Pandemie sorgt weiterhin für herbe Verluste. Auch im Monat Mai hat sich die Covid-19-Pandemie  negativ auf den Tourismus in Bayern ausgewirkt. Allerdings waren die Verluste etwas geringer als im Vormonat, weil Hotels und Gasthäuser ab dem 30. Mai wieder für Touristen öffnen durften, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Gegenüber Mai 2019 schrumpfte die Menge an Übernachtungen um beinahe 85 Prozent auf rund 1,3 Millionen, wie das Landesamt für Statistik am Mittwoch (8. Juli 2020) in Fürth mitteilte. Die Anzahl der Gäste verringerte sich um fast 88 Prozent auf 431.000. Die meisten Übernachtungsgäste stammten dabei aus Deutschland. Der Anteil an ausländischen Touristen betrug lediglich rund acht Prozent - im Vorjahresmonat waren es noch ungefähr 24 Prozent.

97 Prozent weniger Gäste: Jugendherbergen und Hütten mit eklatanten Einbußen 

Laut dpa-Bericht konnten insbesondere die Jugendherbergen und Hütten den Mai 2020 abhaken: Die Anzahl der Gäste schrumpfte im Vergleich zum Mai des Vorjahres um knapp 97 Prozent. Bei den Campingplätzen verbesserte sich die Lage im Mai indes, nachdem diese im April quasi einen Totalausfall zu beklagen hatten: Die Menge der Gäste ging gegenüber Mai 2019 um 82 Prozent, die der Übernachtungen um 87 Prozent zurück.

Ferienhäuser und Ferienwohnungen hatten im Mai mit jeweils mehr als 74 Prozent etwas weniger Verluste gegenüber dem Vorjahr hinzunehmen, als dies noch im April der Fall war.

Alles in allem bleibt das laufende Tourismusjahr nach Angaben des Fürther Statistikamts von Januar bis Mai weit unter den bis zum Einsetzen der Corona-Krise erhofften Zuwächsen. 

Die Pandemie trifft auch den Tourismus in Franken in vollem Ausmaß. Wie sehr die Branche leidet, erklärt Yvonne Coulin von der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg in einem Gespräch mit inFranken.de.