Die Stadt Fürth trauert um Bernd Kannenberg. Das weltweit bekannte Sportleridol ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Er ist am 13. Januar in einem Krankenhaus in Münster verstorben.

Erst 1969, im Alter von 27 Jahren, kam er durch einen Militärmarsch zum Gehsport. In seiner relativ kurzen Karrierelaufbahn von 1970 bis 1976 dominierte er fortan das nationale Wettkampf-Geschehen. Seine internationale Berühmtheit erlangte er bei den Olympischen Spielen 1972 in München.

Bernd Kannenberg: Ein unvergessenes sportliches Vorbild und Idol

Bei den Sommerspielen 1972 errang der in Ostpreußen geborene Leichtathlet die Goldmedaille im 50 km-Gehen. Mit seinem überraschenden Sieg, den der Deutsche in 3:56:11,6 Stunden erlangte, löste er große Begeisterung im ganzen Land aus. Mit dieser Zeit verbesserte er den Weltrekord im 50 km-Gehen um mehr als acht Minuten.

Für seine überragende Leistung bei den Sommerspielen in München  wurde der ehemalige Berufssoldat mit dem Silbernen Lorbeerblatt geehrt und zum Hauptfeldwebel befördert. Neben der Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen 1972, gewann er Silber bei der EM 1974 im 20 km Gehen und elf deutsche Meisterschaften.

Der Oberbürgermeister der Stadt Fürth Thomas Jung würdigte Bernd Kannenberg als "unvergessenes sportliches Vorbild und Idol für viele Leichtathleten weltweit". Bereit zu Lebzeiten hatte der Fürther Stadtrat dem sympatischen Sportler und Olympiasieger eine Straße unweit des LAC Quelle Fürth-Geländes gewidmet. Seit 1971 nahm Kannenberg  für den Verein LAC Quelle Fürth an Wettbewerben teil.