Der Tod der langjährigen Kommunalpolitikerin Anette Reichstein aus Fürth hat eine Welle der Trauer ausgelöst. Die äußerst engagierte Ehrenamtliche war am Mittwoch (3. Juni 2026) im Alter von 75 Jahren überraschend verstorben.
Nachdem sowohl die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Fürth als auch die SPD Fürth in Pressemitteilungen bereits ihre tiefe Trauer zum Ausdruck gebracht hatten, verabschiedeten sich in den sozialen Netzwerken nun auch andere Freunde und Wegbegleiter.
Große Anteilnahme nach Tod von Anette Reichstein
Wie der FSG Bugfarrnbach schreibt, habe sich Reichstein als Schützenschwester "stets mit Herz und Verlässlichkeit" für die Gemeinschaft eingesetzt. "Ihr freundliches Wesen, ihr Lachen und ihre positive Ausstrahlung werden uns sehr fehlen", schreibt der Schützenverein.
Auch ein Mitglied der Faschingsgesellschaft "Treue Husaren Fürth" verabschiedete sich schweren Herzens und beschreibt die Verstorbene als einen Menschen, "der mit seinem Lachen, seiner Hilfsbereitschaft und seiner Leidenschaft für unseren Verein viele Herzen berührt hat."
Ihr SPD-Parteigenosse Maurice Schönleben fand ebenfalls viele warme Worte für Reichstein, die er "herzlich, zugewandt und eine überzeugte Streiterin für die gute Sache" nennt. Weiterhin bezeichnet der 35-jährige Stadtrat die Verstorbene als „eine nicht wegzudenkende Säule unserer Partei und die gute Seele der Fürther SPD."
Goldenes Kleeblatt: Fürth ehrte Verstorbene für ihren Einsatz
Ihre Partei und die AWO aus Fürth gehörten zu den ersten, die den Tod Anette Reichsteins öffentlich bekannt gaben. Letztere betonte in einer Sondermitteilung, Reichenstein habe sich als langjährige Vorsitzende des AWO-Ortsvereins Eigenes Heim "unermüdlich für Solidarität, Zusammenhalt und soziale Gerechtigkeit eingesetzt". Sie habe stets ein offenes Ohr für die Anliegen anderer gehabt und es verstanden, Menschen zusammenzubringen, lobt das Team.
Für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement wurde Reichstein mit dem Goldenen Kleeblatt der Stadt Fürth geehrt. Diese Auszeichnung spiegele die hohe Wertschätzung wider, die sie in der Stadt genossen habe, heißt es in der Mitteilung der AWO weiter.
Viele Veranstaltungen, Begegnungen und Projekte hätten ihre Handschrift getragen und blieben mit ihrem Namen verbunden. Auch in der SPD Fürth hinterlässt Reichstein tiefe Spuren. "Mit ihr verliert die Fürther SPD ihre gute Seele, eine Sozialdemokratin aus tiefstem Herzen", würdigt der Fürther SPD-Vorsitzende Matthias Dornhuber die Verstorbene in der Mitteilung der Partei.
"Wahlkampf ohne Anette Reichstein war nicht vorstellbar" - SPD blickt zurück
Reichstein trat demnach 1976 im Alter von 25 Jahren in die SPD ein. Sie habe zahlreiche Ämter bekleidet - unter anderem als stellvertretende Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, als Vorsitzende der SPD Fürth-West und als Kassierin im Kreisvorstand. Als eine der ersten Frauen in Fürth habe sie einen Distrikt geführt - ein Amt, das sie insgesamt über 20 Jahre ausgeübt habe. Über 18 Jahre habe sie sich zudem "in herausragender Weise" im Fürther SPD-Arbeitskreis "Migration und Integration" engagiert.
"Ein Wahlkampf ohne Anette Reichstein war nicht vorstellbar: Generationen von neuen Mitgliedern haben bei ihr das Plakatieren gelernt und vieles, vieles mehr", betont Dornhuber. Im Fürther Stadtrat engagierte sich die Max-Seidel-Medaillenträgerin unter anderem im Umweltausschuss, Migrationsbeirat, Finanz- und Bauausschuss, Aufsichtsrat der infra sowie für mehrere Schulen.
Über viele Jahre engagierte sie sich laut SPD zudem als Mitglied des Kirchenvorstands der Fürther Gemeinde St. Martin. Außerdem war sie als Jugendschöffin aktiv. Zu ihren weiteren Verdiensten zählen die Mitgründung des Frauenhauses sowie des Diakonievereins St. Martin. Darüber hinaus war sie bei den Fürther Müttern gegen Atomkraft aktiv und setzte sich im Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus ein, heißt es weiter.
Gedenkgottesdienst: Familie wünscht keine schwarze Kleidung
Der Gedenkgottesdienst für Anette Reichstein findet am 20. Juni 2026 um 13 Uhr in der Kirche St. Martin in Fürth (Hochstraße 14) statt. Da Reichstein es bunt geliebt habe, bittet die Familie darum, keine schwarze Trauerkleidung zu tragen, wie die SPD mitteilt. Die Beisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis statt. Statt Blumen oder Kränzen werde eine Box für Karten und Spenden bereitstehen.
Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.
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