Auch am Montag (29. Juni 2026) blieb das Netz nicht von Problemen verschont. Um 9.12 Uhr sei es für vier Minuten zu einem Stromausfall in der Fürther Südstadt gekommen, schreibt die infra Fürth in einer Mitteilung. Rund 1200 Haushalte waren demzufolge betroffen, bevor die Versorgung wiederhergestellt werden konnte. Der Vorfall ist Teil einer Serie von Stromausfällen am vergangenen Wochenende in Fürth. Besonders seien die Stadtteile Hardhöhe, Poppenreuth und Ronhof betroffen gewesen. Nach Angaben der infra Fürth kam es aufgrund der extremen Hitze in Franken zu einer Häufung von Kabelstörungen im Mittelspannungsnetz.
Laut infra Fürth trat bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag die erste Störung auf: Gegen Mitternacht fiel im Bereich Hardhöhe für rund 40 Minuten der Strom aus, etwa 50 Haushalte waren betroffen. Im Laufe des Wochenendes seien weitere Ausfälle gefolgt. "Insgesamt fielen fünf Kabelstrecken und zwei Transformatoren aus." Rund 800 Kunden hatten zeitweise für knapp 30 Minuten keinen Strom. Durch gezielte Umschaltmaßnahmen hätte die Versorgung wiederhergestellt werden können. Auch in Rüsselsheim kam es aufgrund der Hitze, sowie anderer Gründe zu einem Stromausfall.
Stromausfall in Fürth: Hitze, überlastete Technik und trockene Böden als Ursachen
Am Sonntagmorgen sei es gegen 2 Uhr zu einem weiteren größeren Ausfall im Stadtteil Poppenreuth gekommen. "Rund 3300 Haushalte waren bis etwa 3 Uhr" ohne Strom. Auch hier sei es gelungen, die Versorgung kurzfristig über alternative Netzstrukturen wieder sicherzustellen. Besonders schwerwiegend sei eine Störung am Sonntagnachmittag im Bereich Ronhof gewesen. Zwischen etwa 13 bis 17 Uhr entwickelten sich "drei zunächst unabhängige Kabelschäden zu einem größeren Stromausfall". Rund 2000 Haushalte seien betroffen gewesen. Parallel dazu kam es am Nachmittag auch auf der Hardhöhe zu einer weiteren Störung, von der etwa 700 Haushalte betroffen waren.
"Nach derzeitiger Einschätzung wurden diese durch die extreme Hitze begünstigt oder möglicherweise sogar verursacht. Aufgrund der derzeitigen Ausnahmesituation mit hohen Außentemperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung heizen sich die Böden und Trafostationen übermäßig auf", heißt es in der Mitteilung. Die, in solchen Situationen entstehende Wärme in Kabeln und Transformatoren, könne nicht mehr ausreichend abgeführt werden. Die Hitze verursachte in Franken auch andere Probleme: So fielen teilweise Züge aus.
Besonders kritisch seien dabei für die Stromversorgung laut infra Fürth Engstellen mit vielen Kabeln oder stark ausgelastete Anlagen in direkter Sonneneinstrahlung. In Kombination mit notwendigen Umschaltungen im Netz könnten so Belastungsgrenzen überschritten werden. Zusätzlich könnten auch Bodenbewegungen durch Austrocknung zu Schäden an den Kabeln geführt haben. "Die Ursachen werden derzeit im Detail untersucht."
Infra Fürth: Reparaturen laufen
Infra Fürth schreibt: "Die Arbeiten zur vollständigen Reparatur der beschädigten Mittelspannungskabel dauern an. Teilweise konnten Schadstellen bereits lokalisiert und freigelegt werden, weitere Reparaturen erfolgen in den kommenden Tagen." Die Behebung der Störungen hätte einen außergewöhnlich hohen Einsatz erfordert: Insgesamt seien 15 Mitarbeiter sowie zwei Tiefbaufirmen im Einsatz gewesen, deutlich mehr als im regulären Bereitschaftsdienst.