Zwei Freundinnen und ein gemeinsamer Mordplan mit Bohnen und Speck: Wegen gemeinschaftlichen versuchten Mordes stehen zwei Frauen aus Nordrhein-Westfalen und Bayern ab Mittwoch vor dem Landgericht in Wuppertal. Laut Staatsanwaltschaft sollen die 59-jährige Hauptangeklagte aus Velbert bei Wuppertal und eine 60-jährige Mitangeklagte aus Fürth mehrfach versucht haben, den Ehemann der 59-Jährigen mit Gift zu beseitigen.

Der Anklageschrift zufolge soll die Frau den Entschluss gefasst haben, ihren Ehemann zu ermorden, nachdem dieser ihr die Scheidung angekündigt hatte und eine neue Beziehung eingegangen war. Sie habe finanzielle Einbußen durch die Scheidung befürchtet. Ihre mitangeklagte Freundin aus Bayern soll den Plan unterstützt und bei der Beschaffung giftiger Pflanzen sowie mit Ratschlägen über WhatsApp geholfen haben.

Ehemann isst Lieblingsgericht - dann landet er im künstlichen Koma 

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft mischte die Hauptangeklagte ihrem Mann in Velbert wiederholt zermahlene Pflanzensamen und später Bestandteile des hochgiftigen Blauen Eisenhuts in Bier und Speisen. Mehrere Giftanschläge blieben den Ermittlungen zufolge ohne Erfolg. Doch Anfang November 2025 wurde der Mann nach dem Verzehr seines Lieblingsgerichts, weiße Bohnen mit Speck, mit schweren Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus eingeliefert.


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Er musste in ein künstliches Koma versetzt werden und schwebte in Lebensgefahr. Ärzte konnten ihn stabilisieren, der damals 56-Jährige überlebte knapp. Dann konnten Spezialisten im Mageninhalt Spuren des hochgiftigen Blauen Eisenhuts in den Essensresten nachweisen. Der Blaue Eisenhut gehört wegen des Stoffs Aconitin zu den giftigsten Pflanzen Europas. Die Ermittlungen ergaben, dass die Frau zuvor sogar damit gedroht haben soll, ihren Mann zu vergiften.

In Düsseldorf nahm sich eine Mordkommission der Sache an. Durchsuchungen und Auswertungen des Handys der 59-Jährigen erhärteten den Verdacht: Sie soll das Essen mit Gift versehen haben. Gegen beide Frauen - deutsche Staatsbürgerinnen - wurden Haftbefehle erlassen. Die Velberterin sitzt seit Ende November unter Mordverdacht in Untersuchungshaft. Sie schweige zu den Vorwürfen, nachdem sie sich zuvor in Widersprüche verwickelt habe, hieß es damals. Gegen ihre mutmaßliche Komplizin wurde vom Amtsgericht in Fürth Haftbefehl wegen Beihilfe zum Mord erlassen.

Anklage: Frau befürchtet offenbar Geldprobleme - Mord mit fränkischer Freundin soll Ausweg sein 

Inzwischen geht die Anklage sogar von einem gemeinschaftlichen Mordversuch aus. Als Motiv sehen die Ermittler nicht nur die Wut über die angekündigte Scheidung: Die Velberterin habe befürchtet, dass ihr Mann nach der Scheidung nicht mehr für ihre Lebenshaltungskosten aufkommen werde. Diese habe sie daher mit der Witwenrente und dem Vermögen ihres Mannes decken wollen.

Die Freundin aus Bayern habe, nachdem sie in den Tatplan eingeweiht war, zugestimmt und ihre Unterstützung zugesichert. Zunächst habe die 59-Jährige mehrere Flaschen Bier mit unbekannt gebliebenen Pflanzensamen versetzt. Auch Schlafmittel und Cannabisöl seien dem Ehemann ins Bier gemischt worden. Die Mitangeklagte aus Fürth habe per WhatsApp Tipps zur Spurenbeseitigung gegeben.

Dann soll die Velberterin zermahlene Samen in eine Suppe gegeben haben - erneut ohne Wirkung. Doch die Frauen hätten nicht aufgegeben: Erst hätten sie online vier Tüten Samen des Blauen Eisenhuts bestellt - und schließlich die Pflanze selbst. Bis zu einem rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gelten sie als unschuldig.

Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.

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