Wie heftig wird das Winter-Comeback in Franken? Wetterexperte Stefan Ochs aus Herzogenaurach hat dafür eine Einschätzung parat. Während es am Freitag (1. April 2022) lang anhaltende Niederschläge geben wird, fällt die Schneefallgrenze auf etwa 300 Meter. 

Mit T-Shirt-Wetter ist es in Bayern also erst einmal vorbei. Nachdem der Frühling mit warmen Frühsommertagen ein Gastspiel gegeben hatte, kommt zum Wochenende noch einmal der Winter mit Frost und Schnee zurück. Bereits für Freitag kündigte auch der Deutsche Wetterdienst "ab dem Nachmittag mit Ausnahme des Südostens bis in die Niederungen Flocken" an.

Starke Böen, Frost und Schneefall

Im Gebirge kann es nach Angaben des Wetterdienstes 10 bis 25 Zentimeter Neuschnee oder noch mehr geben. Unterhalb von 1000 Metern über dem Meeresspiegel werden allerdings nur wenige Zentimeter Schnee erwartet. Im Bergland müsse mit Glätte gerechnet werden, sonst werde es ein bis vier Grad warm. Der Wetterochs prognostiziert zudem teils starke Böen. Der Wind aus Nordost erreiche auf den Jurahöhen Beaufort 6 bis 7. 

Auch in der Nacht zum Samstag gibt es der Prognose des DWD  zufolge "verbreitet Schneefall bis in die Niederungen". Am Wochenende sehe es mit weiteren Schnee- oder Schneeregenfällen nicht besser aus, die Temperaturen sollen allenfalls nur leicht über den Gefrierpunkt steigen. Der Wetterochs spricht von lediglich leichtem Frost und zeitweise Schnee: "Die Mengen werden aber recht gering sein und außerdem bleibt der Schnee auf den warmen Böden nicht richtig liegen". Daher rechnet der fränkische Wetterexperte nicht mit einem messbaren Neuschneezuwachs. 

Am Mittwoch (30. März 2022) war die Einschätzung des Wetterexperten aus Herzogenaurach noch eine andere. Wie der Wetterochs am Mittwoch mitgeteilt hatte, würden "einige Wettermodelle eine Schneekatastrophe mit 20-30 Zentimeter Neuschnee bei einem Wasseräquivalent von 45 Litern pro Quadratmeter" erwarten. Das wären beispiellose Massen an nassem und schwerem Neuschnee, die große Schäden durch Schneebruch nach sich ziehen würden. Hoffen wir, dass es nicht so kommt. Ich gehe von einer Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent für dieses Katastrophenszenario aus", erklärt er weiter in einer aktuellen Pressemitteilung.

Wie geht es in der kommenden Woche weiter?

Am Samstag ist es tagsüber bedeckt und südlich von Nürnberg fällt noch etwas Schnee. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen +4 Grad in Bamberg und 0 Grad in Ansbach. "Den mäßigen und in Böen starken Nordostwind empfindet man als schneidend kalt", heißt es vom Wetterochs. 

Am Sonntag wird es wolkig bis heiter und niederschlagsfrei bei maximal 6 Grad. Der nur noch sehr schwache Wind dreht von Nordost auf Nordwest. In den Nächten zum Sonntag und zum Montag kühlt es je nach Lage auf -2 bis -7 Grad ab.

"In der nächsten Woche liegt über Nordeuropa ein mächtiges Zentraltief. Es steuert Randtiefs in rascher Folge vom Atlantik zu uns nach Mitteleuropa. Nach anfänglichen Aufheiterungen am Montag ist es durchgehend wechselhaft und windig mit häufigen Niederschlägen, die meist als Regen, gelegentlich aber auch in Form von Schnee fallen", teilt Stefan Ochs weiter mit. Die Temperaturen liegen zwischen 0 und 9 Grad.

Den Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes zufolge sollen die Temperaturen in der kommenden Woche Tag für Tag etwas klettern. Doch so warm wie vereinzelt noch Ende März, als mitunter mehr als 20 Grad gemessen wurden, soll es vorläufig nicht mehr werden. Ende der kommenden Woche sollen sich die Tageshöchsttemperaturen zuerst einmal langsam über die Zehn-Grad-Marke bewegen.

 

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