"Unser Hochdruckgebiet löst sich langsam auf", erläutert der Meteorologe Stefan "Wetterochs" Ochs mit Blick aufs kommende Wochenende. Am Donnerstag (9. April 2026) bleibt es niederschlagsfrei bei maximal 17 Grad und schwachen Winden aus Ost.
Am Freitag (10. April 2026) überquert Franken in der ersten Tageshälfte eine Kaltfront mit leichten Regenfällen. Nachmittags lockern die Wolken auf, die Sonne kommt raus und es bleibt trocken. Die Höchsttemperatur beträgt 14 Grad.
Saharastaub im Anmarsch: Dichte Wolkenfelder können für niedrige Temperaturen sorgen
Der Samstag (11. April 2026) beginnt mit Warmluft aus Spanien, weshalb sonniges Wetter mit einer Höchsttemperatur von 18–19 Grad erwartet werden kann. "Allerdings enthält die Luftmasse Saharastaub in einer Konzentration, die zur Bildung dichter hoher Wolkenfelder führen könnte. Dann wären die Temperaturen natürlich niedriger. Niederschläge fallen ohnehin nicht", erklärt der Wetterochs.
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Am Sonntag (12. April 2026) zieht von Westen her eine Kaltfront zu uns herein und bleibt dann bis Montag (13. April 2026). "Wahrscheinlich ist es an beiden Tagen bedeckt mit länger anhaltenden Regenfällen. Am Sonntag könnte es aber anfangs auch noch aufgelockert bewölkt sein mit etwas Sonnenschein. Also richtig detailliert kann man das noch nicht vorhersagen", so der Meteorologe.
Je nach Sonnenscheindauer maximal 7 bis 12 Grad. Die sehr schwachen Winde wehen vorherrschend aus nördlichen Richtungen. Am Dienstag (14. April 2026) setzt dann wieder eine allmähliche Wetterbesserung ein.
Pollenflug aufgrund von Wetterlage extrem: Klima trägt zu heftigen Allergien bei
Fast im gesamten Land erkennt der Deutsche Wetterdienst eine erhebliche Pollenbelastung durch die Birke, wie aus dem "Pollenflug-Gefahrenindex" auf der Homepage hervorgeht. "Momentan blühen deutschlandweit die Birken, deshalb haben wir eine sehr hohe Konzentration", sagt Carola Grundmann von der Human-Biometeorologie des DWD gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
"Wir sind jetzt wirklich auf dem Saisonhöhepunkt." Ursache sei das äußerst milde Wetter seit den Osterfeiertagen, das auch noch diese Woche anhalte. Und wann ist ein Ende in Sicht? "Wir rechnen noch die ganze Woche mit hohen Konzentrationen, und dann muss man sehen, wie sich die Witterung weiterentwickelt." Aber normalerweise zieht sich so eine Blühphase über mehrere Wochen.
Claudia Traidl-Hoffmann, Umweltmedizinerin am Uniklinikum Augsburg, beobachtet generell eine stetig wachsende Zahl von Menschen mit Allergien. "Das hat mindestens zwei Gründe. Erstens: Die Umwelt wird allergener, das heißt, die Pollen werden aggressiver, es sind mehr Pollen da. Und gleichzeitig werden wir als Menschen empfindlicher für die Entwicklung von Allergien." Das liege auch an der Umwelt, an Schadstoffen, die unsere Schleimhäute, unsere Haut durchlässig machten. "Und erst durch die durchlässige Haut kommen wir in Kontakt mit diesen ganzen Allergenen, und dann entsteht die Allergie."