Nach der klirrenden Kälte der letzten Tage befindet sich der Winter in Franken inzwischen in einer milden Phase. Das Randtief Hiltrud ziehe Richtung Osten über Skandinavien hinweg, erklärt der Deutsche Wetterdienst (DWD): Bayern liege dadurch unter einer Zufuhr von Luftmassen im Warmsektor. Laut des fränkischen Wetterexperten Stefan Ochs ("Wetterochs") handelt es sich dabei um milde Luftmassen vom Atlantik.
Diese sollen Franken am Dienstag (13. Januar 2026) und am Mittwoch (14. Januar) erreichen, erklärt Ochs. Der Himmel werde an beiden Tagen meist stark, teils wechselnd bewölkt sein. Dazwischen setze bei Höchsttemperaturen von 8 Grad immer wieder Regen ein. Sollte es nachts aufklaren, entstehe jedoch rasch Bodenfrost. Zudem könne es durch gefrierende Nässe glatt werden. Die schwachen Winde sollen aus südlichen Richtungen wehen.
Wetter in Franken: Differenzen bei Modellen
Bereits am Montag hatte die Glätte Franken im Griff und teils an Schulen für den Ausfall von Präsenzunterricht gesorgt - eine Grundschule ist wegen einer defekten Heizungsanlage sogar länger geschlossen. Auch für Dienstagmorgen warnte der DWD noch vor markanter Glätte in Franken.
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Im Wochenverlauf weite sich Ochs zufolge das Hochdruckgebiet über Russland nach Westen und bis nach Südschweden aus. Dadurch werde das nächste Atlantiktief am Donnerstag (15. Januar) schon über Irland gestoppt und könne nicht weiter nach Osten ziehen. In Deutschland bleibe es wechselnd bewölkt mit sonnigen Abschnitten, Regen werde nur noch selten fallen. Die Temperaturen sollen erneut bis zu 8 Grad erreichen und der schwache Wind auf Südost drehen.
Ab Freitag würden die Prognosen der klassischen Wettermodelle und der KI-Modelle auseinander gehen, erklärt der Wetterexperte. Demnach schwankten die konventionellen Modelle zwischen milden Tiefausläufern im Westen und kalter Hochdruckluft im Osten. In den KI-Modellen setzte sich dagegen das russische Hoch durch. Dieses wandere nach Skandinavien und lenke zunehmend kalte Luft aus Osten nach Bayern.
Schrittweiser Temperaturrückgang und Dauerfrost?
Wegen der deutlich besseren Trefferquote der KI-Wettermodelle sei ab Freitag (16. Januar) eher mit einer kalten Ostwetterlage zu rechnen, sagt Ochs. Die Temperaturen sollen jedoch nur schrittweise sinken: Am kommenden Wochenende sollen die Höchsttemperaturen noch bei 2 Grad liegen, bevor in der nächsten Woche Dauerfrost einsetze. Mit nennenswerten Niederschlägen werde nicht mehr gerechnet.