Alle Hände voll zu tun hatten Polizei- und Rettungskräfte in den Morgenstunden des 1. Juli 2026, nachdem eine Gewitterfront mit Starkregen niederging.

Während die weitaus überwiegende Mehrheit der Verkehrsteilnehmer rechtzeitig die Geschwindigkeit den zeitweise extremen Regenfällen anpasste, waren fünf Fahrer wohl mit der Situation überfordert. 

Starkregen führt zu mehreren Verkehrsunfällen auf A9 und A72

Gegen 6.25 Uhr war eine 21-jährige Frau aus dem Landkreis Tirschenreuth mit ihrem Ford bei Marktredwitz in Richtung Norden unterwegs, als das Auto außer Kontrolle geriet. Nach einem Anstoß mit der Mittelleitplanke kam der Ford ziemlich demoliert auf dem linken Streifen zum Stehen. Der jungen Fahrerin aus der Oberpfalz passierte glücklicherweise nichts. Den Schaden am Ford schätzen die Beamten auf mehrere Tausend Euro.


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Kurz vor 7.30 Uhr krachte es auf der A9 bei Münchberg in Fahrtrichtung München, wo ein 34-Jähriger aus Bayreuth bei strömendem Regen ins Schleudern geriet. Sein Alfa Romeo kollidierte im Anschluss mehrfach mit den Leitplanken und blieb schließlich entgegen der Fahrtrichtung stehen. Der 34-Jährige konnte durch zwei beherzte junge Helfer aus Rehau aus dem Wrack geholt werden, nachdem aus dem Motorraum Flammen schlugen.

Ein vorbeifahrender Kriminalbeamter aus Hof erkannte die Situation, hielt an und löschte die Flammen mit dem dienstlichen Feuerlöscher. Der Unfallfahrer, dessen Fahrzeug bei dem Unfall im Frontbereich komplett zerstört wurde, kam mit leichteren Blessuren ins Münchberger Klinikum.

Cabrio bleibt unter Leitplanke stecken: Mann erleidet schwere Verletzungen auf A72 

Gegen 7.50 Uhr wurde eine Streife zum nächsten schweren Verkehrsunfall auf der A72 bei Köditz beordert. Ein 55-jähriger Mann aus Chemnitz war in Richtung Osten mit seinem Mazda Cabriolet unterwegs, als dieser bei Starkregen und Gewitter ebenfalls die Bodenhaftung verlor. Nach Anstößen mit den Leitplanken, wobei die Segmente teilweise aus den Verankerungen gerissen wurden, blieb das Cabriolet buchstäblich unter einer Leitplanke stecken.

Der Unfallfahrer aus Sachsen erlitt schwere Verletzungen, sein Auto wurde ringsum demoliert. Er kam mit dem Rettungswagen in das Hofer Krankenhaus. Die Fahrbahn in Richtung Osten musste im Zuge der Bergungs- und Rettungsarbeiten für eineinhalb Stunden komplett gesperrt werden.

Ein 41-jähriger Fahrer aus Südbayern gab nach Passieren der Unfallstelle gegen 8 Uhr wieder Gas und landete mit seinem VW prompt ebenfalls in den Leitplanken. Der Schwabe wurde dabei leicht verletzt. Sein Auto im Frontbereich massiv eingedrückt.

Vier Verletzte und 200.000 Euro Sachschaden - jetzt drohen Bußgeld und Punkte

Fast zeitgleich dazu krachte es auf der A9 bei Konradsreuth, wo ein 48-jähriger Nürnberger seinen hochmotorisierten Porsche zu Schrott fuhr. Nach wiederum mehreren Kollisionen mit den Leiteinrichtungen musste der ringsum stark beschädigte Porsche von einem Abschleppunternehmen geborgen werden. Der Unfallfahrer erlitt eine Blessur am Arm und wurde im Klinikum Münchberg behandelt. Allein hier entstand ein geschätzter Sachschaden von 80.000 Euro.

Zusammenfassend wurden vier Personen verletzt. Der Sachschaden beläuft sich insgesamt auf über 200.000 Euro. Allen Unfallfahrern werfen die Polizisten eine den Witterungsverhältnissen nicht angepasste Geschwindigkeit als Unfallursache vor. Ihnen drohen nun jeweils ein Bußgeld und Punkte in Flensburg.

Im Einsatz waren neben mehreren Streifen der Hofer Autobahnpolizei zahlreiche Retter verschiedener Feuerwehren aus dem Landkreis Hof, mehrere Trupps der Autobahnmeistereien sowie Rettungswagen.