Damit ein fröhliches Sonnenwendfeuer nicht in einen katastrophalen Waldbrand ausartet, haben die ersten bayerischen Kommunen Vorsorge getroffen: Zwei oberfränkische Städte meldeten bereits, dass die Johannisfeuer in diesem Jahr strikt verboten sind.

Im oberfränkischen Hof etwa ist von Mittwoch (22. Juni 2022) an bis Ende August der Betrieb von offenen Feuerstätten im Freien, "insbesondere Lagerfeuer, Sonnwendfeuer und Feuerstellen" verboten, wie die Stadt mitteilte. "Der Grund hierfür ist das hohe Risiko, dass sich aufgrund der Trockenheit das Feuer unkontrolliert ausbreiten kann."

Johannisfeuer in Franken: DWD warnt vor hoher Waldbrandgefahr

Für Hof hatte der Deutsche Wetterdienst für diesen Mittwoch mit der Stufe fünf die höchste aller Gefahrenstufen ausgerufen. Eine hohe Waldbrandgefahr (Stufe vier) wird darüber hinaus für weite Teile Nordbayerns erwartet. In den Folgetagen wird die Waldbrandgefahr zwar verbreitet wieder auf Stufe drei zurückgehen. Viele fränkische Städte und Gemeinden hatten bereits ihre Termine für die Johannisfeuer 2022 bekannt gegeben.

Die Stadt Bayreuth hatte schon am vergangenen Wochenende wegen der hohen Waldbrandgefahr jegliches Feuer im Freien verboten. "Schon ein Funke oder eine weggeworfene Zigarettenkippe können Gras, Nadelstreu und am Boden liegende Zweige entzünden und einen folgenschweren Brand auslösen", warnte die oberfränkische Kommune eindringlich.

Noch heiße Motoren von geparkten Autos können Gras ebenfalls in Brand setzen. Auch im Landkreis Bad Kissingen wurde mittlerweile ein Verbot für alle offenen Feuer verhängt.

Risiko für Feuerausbruch in Bayern erhöht

Der Graslandfeuerindex steigt am Donnerstag in Nordfranken und am Freitag auch überall in Bayern, mit Ausnahme eines Nord-Süd-Streifens ganz im Westen, auf Stufe vier an. Der Graslandfeuerindex zeigt die Gefahr an, dass nicht abgeschattetes Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs Feuer fängt.

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