Die Deko-Kette Depot mit Sitz in Unterfranken steckt erneut in der Krise. Nach der zweiten Insolvenz im Mai 2026 folgen jetzt Schließungen: 66 Filialen in Deutschland sind betroffen. Eine offizielle Liste gibt nun Klarheit darüber, welche Standorte zusperren. Die dazugehörige Überschrift auf der Webseite der Einzelhandelsfirma lautet: "Von folgenden Filialen müssen wir uns schweren Herzens in Kürze verabschieden". Auch in Franken sind vier Standorte betroffen.
- Bayreuth – Maximilianstraße 62
- Coburg – Markt 12-13
- Erlangen – Nürnberger Straße 7 (Arcaden)
- Rothenburg ob der Tauber – Schlachthofstraße 37
Depot-Schließungen in Franken: Aus für Läden in Bayreuth, Coburg, Erlangen und Rothenburg
Zunächst wurde nur schrittweise bekannt, welche Standorte betroffen sind – so auch die Depot-Filiale in Bayreuth, wo Schilder zum Räumungsverkauf zu Nachfragen führten, wie inFranken.de berichtete. In Bayreuth liegt die Filiale direkt in der Fußgängerzone. Über ein Jahrzehnt war Depot dort präsent. Noch Ende 2024 galt der Standort als gesichert, doch mit der erneuten Insolvenz hat sich die Situation grundlegend verändert.
Hinter Depot steht die Firma GDC Deutschland GmbH mit Sitz in Großostheim im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg. Das Unternehmen hatte bereits 2024 ein Insolvenzverfahren durchlaufen und dabei sein Filialnetz von etwa 400 Standorten verkleinert. Damals schrumpfte die Zahl der Geschäfte auf etwa 150. In dieser Zeit kündigte Geschäftsführer Christian Gries an, das Unternehmen zu sanieren. Als Gründe für die Insolvenz nannte er neben Zöllen und der wachsenden Online-Konkurrenz durch Plattformen wie Temu auch die Kaufzurückhaltung.
Nun hat das Gericht erneut eine Insolvenz in Eigenverwaltung angeordnet. Geschäftsführer Christian Gries führt das Unternehmen damit weiterhin, steht jedoch unter Aufsicht eines gerichtlich bestellten Sachwalters. Zum vorläufigen Sachwalter wurde der Rechtsanwalt Thomas Rittmeister aus Frankfurt am Main bestellt.
Depot macht Filiale in Erlanger Arcaden dicht
In den Erlanger Arcaden ist die Depot‑Filiale nicht das einzige Geschäft, das bald schließen wird: Auch die Tretter‑Filiale verlässt das Einkaufszentrum. Der Leiter des Traditionsunternehmens, Georg Tretter, stellte klar: "Bei der aktuellen Geschäftsaufgabe handelt es sich um einen geplanten Standortwechsel". Eingezogen in die Arcaden ist dafür zu Jahresbeginn eine Spielwarenkette.