Am Donnerstag (29. Januar 2026) haben Post und DHL in einem öffentlichen Statement vor möglichen Betrugsversuchen gewarnt. Hintergrund seien "verdächtige Flyer". Den Logistikkonzern haben laut eigenen Angaben nämlich Hinweise auf Benachrichtigungskarten erreicht, die "den Eindruck erwecken, von der Deutschen Post oder DHL Express zu stammen und per QR-Code auf Seiten führen könnten, auf denen persönliche Daten abgefragt werden".
Auch im Netz machen aktuell entsprechende Fotos zweier mutmaßlicher Zettel die Runde. Der Beitrag wurde bereits vielfach geteilt, unter anderem auch in einer Bamberger Facebook-Gruppe. "Diese Flyer stammen ausdrücklich nicht von Deutsche Post & DHL oder DHL Express", hält der Logistikkonzern in seinem Statement fest. Man werde den Sachverhalt prüfen, habe bereits rechtliche Schritte eingeleitet und stehe mit den Behörden im Austausch. Am Freitag (30. Januar 2026) meldete sich DHL nun mit einem überraschenden Update zu Wort.
Warnung vor möglichen Flyer-Betrügern: DHL rudert nach Überprüfung zurück
"Nach Hinweisen aus sozialen Medien zu einer möglicherweise betrügerischen DHL-Benachrichtigungskarte hat DHL die gemeldeten Fälle geprüft", teilt das Unternehmen am Freitag (30. Januar 2026) mit. Die Überprüfung sei zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich dabei nicht um eine Betrugsmasche handle. "Die auf dem in Social Media kursierenden Bild enthaltenen QR-Codes führen auf offizielle Subdomains von dhl.com und fragen ausschließlich einen Z-Code zur Sendungszuordnung ab", heißt es vonseiten des Unternehmens.
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Demnach werden über den Link entgegen anfänglicher Warnungen keine persönlichen Daten abgefragt. Eine konkrete Betrugsgefahr im Zusammenhang mit den geprüften Flyern liege nach aktuellem Kenntnisstand also nicht vor.
Auch beim Polizeipräsidium Oberfranken seien keine entsprechenden Meldungen hinsichtlich gefälschter Benachrichtungskarten eingegangen. Wie ein Sprecher des Präsidiums am Freitag (30. September 2026) auf Nachfrage von inFranken.de mitteilte, wurden im gesamten Regierungsbezirk keine verdächtigen Vorfälle zur Anzeige gebracht.
Fake-Flyer im Briefkasten gefunden? Das raten DHL und Polizei
Auch wenn im aktuellen Fall kein Grund zur Sorge bestehe, seien derartige Betrugsversuche nicht generell auszuschließen. Der Logistikkonzern und die Polizei raten deshalb, verdächtige Karten stets genau zu prüfen und die Echtheit von Sendungsnummern nur über die offizielle DHL-Website oder in der App zu verifizieren.
Die DHL weist zudem darauf hin, dass QR-Codes auf offiziellen DHL-Benachrichtigungskarten grundsätzlich nicht der Eingabe persönlicher Daten dienen. Bei Unsicherheiten können Kunden Sendungsnummern jederzeit über die offiziellen DHL-Kanäle prüfen oder sich an den Kundenservice wenden.
Die wichtigsten Handlungsempfehlungen für Verbraucher auf einen Blick:
- Keine QR-Codes von verdächtigen Karten scannen
- Keine auf diesen Karten angegebenen Telefonnummern anrufen
- Nicht auf enthaltene Links klicken
- Kontaktaufnahme ausschließlich über die offiziellen Kanäle der Deutschen Post DHL, wie die Unternehmenswebseite, die Kundenservice-Hotline oder die offiziellen Social-Media-Plattformen
Beispiele von Betrugsversuchen sowie die DHL-Richtlinien zur Betrugsbekämpfung finden sich auf der Webseite des Unternehmens. Weitere Nachrichten aus Bamberg findet ihr in unserem Lokalressort.