Im vergangenen Jahr sind in Bayern 84 Menschen ertrunken. Damit ist die Zahl der Todesfälle im Vergleich zu 2024 (70) deutlich gestiegen. Besonders betroffen ist nach Angaben der Staatskanzlei die Altersgruppe der Menschen über 60.  

Auch bei Kindern und Jugendlichen sei ein Anstieg zu verzeichnen. Hauptursachen seien meist die Überschätzung der eigenen Schwimmfähigkeiten, mangelnde Kenntnisse über Gefahren im und am Wasser sowie der Rückgang sicherer Schwimmfertigkeiten in Teilen der Bevölkerung.

Drei tödliche Badeunfälle in Franken alleine im Mai

In jüngster Zeit ist es auch in der Region zu mehreren tödlichen Badeunfällen gekommen. Bei einem Großeinsatz im Frühjahr wurde ein Mann (23) tot aus dem Main bei Sulzbach geborgen.


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Ein weiterer schwerer Badeunfall ereignete sich Ende Mai im Angersee bei Baiersdorf im Kreis Erlangen-Höchstadt. Laut Angaben eines Polizeisprechers war ein 86-jähriger Mann nach dem Schwimmen nicht mehr ans Ufer zurückgekehrt. Als ihn die Retter fanden, konnte er zwar zunächst reanimiert werden, verstarb wenig später aber im Krankenhaus.

Auch der Kahler See bei Aschaffenburg wurde Ende Mai Schauplatz eines tödlichen Badeunfalls. Ein 40-Jähriger geriet dort unter Wasser und wurde wenig später in vier Metern Tiefe leblos von Tauchern gefunden.

So will Bayern für mehr Sicherheit beim Schwimmen sorgen

Die Staatsregierung will mit der Präventions- und Sensibilisierungskampagne "Sicherheit am und im Wasser" gegensteuern. Die Social-Media-Kampagne des Innenministeriums gemeinsam mit der Wasserwacht Bayern und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) soll über Gefahren und Risiken beim Baden und Schwimmen sowie über wichtige Baderegeln für Seen und Flüsse informieren. Zudem wolle man praxisnah und verständlich aufzeigen, worauf es am und im Wasser ankommt, Einblicke in die Arbeit der Wasserrettung liefern und für das Ehrenamt werben.

Um die Sicherheit an Bayerns Badeseen zu erhöhen, finanziert der Freistaat den besonders stark vom Ehrenamt geprägten Wasserrettungsorganisationen weiterhin die Kosten für zahlreiche Einsatzmittel – etwa Einsatzfahrzeuge, Rettungsboote, die kommunikations- und informationstechnische Ausstattung sowie Sonder- und Digitalfunkgeräte. Für die Jahre 2024 und 2025 waren das insgesamt mehr als 13,5 Millionen Euro. Für 2026 sind weitere knapp sechs Millionen Euro im Haushalt eingeplant.