Wenn die Natur erwacht, zeigt sich Franken von seiner magischsten Seite: Die Giechburg thront über frisch ergrünten Wiesen, im Schloss Seehof beginnen die barocken Wasserspiele wieder zu sprudeln, und in der Fränkischen Schweiz verwandeln sich ganze Landstriche in weiße Blütenmeere.
Der Frühling ist die Jahreszeit der Entdecker. Während die Touristenströme des Sommers noch auf sich warten lassen, ist jetzt die perfekte Zeit, um Schlösser wie das Pompejanum in Aschaffenburg, historische Städte wie Rothenburg ob der Tauber und Miltenberg oder Wanderwege in der Fränkischen Schweiz in Ruhe zu entdecken. Die Region lockt mit über 200.000 Kirschbäumen, die zu den größten zusammenhängenden Süßkirschenanbaugebieten Europas zählen, und Instagram-Stars wie Dinkelsbühl beweisen, dass fränkische Fachwerkstädte auch digital begeistern. Unsere Redaktion hat zehn persönliche Lieblings-Ausflugsziele für den Frühling zusammengetragen – von barocker Pracht über Blütenzauber bis zu genussvollen Bierwanderungen.
Franken im Frühling: Kultur, Natur und Genuss entdecken
Franken bietet eine Vielzahl an Ausflugszielen, die im Frühling besonders reizvoll sind. Miltenberg am Main gilt als versteckte Perle mit dem malerischen Schnatterloch, der Mildenburg und dem historischen Gasthaus Zum Riesen. Die Fachwerkstadt verzaubert mit ihrem mittelalterlichen Charme und lädt zu entspannten Spaziergängen am Mainufer ein. Auch auf Social Media sind fränkische Städte echte Stars. Rothenburg ob der Tauber und Dinkelsbühl zählen zu den beliebtesten Kleinstädten auf Instagram und YouTube und ziehen mit ihren perfekt erhaltenen Altstädten Besucher aus aller Welt an.
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Für Wanderfreunde gibt es gute Nachrichten: Der Goldsteig wurde 2026 als schönster Fernwanderweg ausgezeichnet und startet am Rande Frankens in Marktredwitz, wo er durch das Fichtelgebirge führt, bevor er in die Oberpfalz und den Bayerischen Wald weiterleitet.
Mehrere Kolleginnen und Kollegen aus unserer Redaktion haben ihre persönlichen Frühlingstipps verraten – insgesamt zehn Ausflugsziele, die eine bunte Mischung aus Kultur, Natur und Genuss bieten. Darunter finden sich Klassiker wie die Teufelshöhle bei Pottenstein und die Giechburg, aber auch Geheimtipps wie das Knoth Gärtla mit schwedischem Flair oder der Ölschnitzsee im Frankenwald. Ob Wanderung, Schlossbesuch, Biertour auf dem Fünf-Seidla-Steig oder Zeitreise ins antike Pompeji am Main – diese Ausflugsziele zeigen, warum der Frühling die schönste Jahreszeit ist, um Franken zu entdecken.
1. Antike Zeitreise am Main – das Pompejanum in Aschaffenburg
Wer im Frühling nach Aschaffenburg kommt, sollte sich einen Spaziergang entlang der Mainpromenade nicht entgehen lassen. Das Highlight dabei: das Pompejanum, das ab April wieder seine Pforten öffnet. Die idealisierte Nachbildung einer römischen Villa aus Pompeji thront malerisch auf dem Hochufer und bietet einen spektakulären Blick über die fränkischen Weinberge und den Main – eine Kulisse, die König Ludwig I. einst sein "Bayerisches Nizza" nannte.
Stefan aus unserer Redaktion empfiehlt den Besuch besonders im Frühling, wenn der mediterran anmutende Garten rund um das Pompejanum gerade erwacht und die Besucherströme noch überschaubar sind. Im Inneren erwarten die Gäste nicht nur prachtvolle Wandmalereien und einen authentisch bepflanzten Innenhof mit plätscherndem Brunnen, sondern auch originale römische Kunstwerke aus den Münchner Antikensammlungen – von Skulpturen über Schmuck bis hin zu antikem Kinderspielzeug.
Besonders praktisch: Das Pompejanum ist nur zehn Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt, und wer mag, kann den Ausflug mit einem Besuch des nahegelegenen Schlosses Johannisburg verbinden – ein Kombiticket macht's möglich. So lassen sich antike römische Wohnkultur und fränkische Schlossherrlichkeit perfekt kombinieren.
Weitere Informationen zum Pompejanum Aschaffenburg
- Öffnungszeiten:
- Ende März: 10.00 bis 16.00 Uhr (letzter Einlass 15.30 Uhr)
- April bis Anfang Oktober: 9.00 bis 18.00 Uhr (letzter Einlass 17.30 Uhr)
- Oktober: 10.00 bis 16.00 Uhr (letzter Einlass 15.30 Uhr)
- November bis Ende März: geschlossen
- Montag geschlossen (außer: Ostermontag, 1. Mai, Pfingstmontag, 15. August, 3. Oktober)
- Geschlossen am 1. Januar, Faschingsdienstag, 24., 25. und 31. Dezember
- Eintrittspreise:
- Eintrittspreis regulär: 4,00 Euro
- Eintrittspreis ermäßigt: 3,00 Euro
- Kombiticket Schloss Johannisburg & Pompejanum: 9,00 Euro (ermäßigt 7,00 Euro)
- Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr haben freien Eintritt
- Hinweis: Keine Kartenzahlung möglich, nur Barzahlung
- Adresse: Pompejanumstraße 5, 63739 Aschaffenburg
- Lage, Anfahrt und Parken:
- Das Pompejanum liegt am Hochufer des Mains im Schlossgarten, nur wenige hundert Meter westlich von Schloss Johannisburg
- Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar: Vom Hauptbahnhof Aschaffenburg circa zehn Gehminuten, Bushaltestelle "Stadthalle" (Linien 1, 4, 6, 10)
- Parkmöglichkeiten: Parkplatz Suicardusstraße, Parkplatz am Schlossplatz oder diverse Stadtparkhäuser in der Nähe
- Kontakt:
- Telefon: 06021/218012 (Pompejanum) oder 06021/38657-0 (Schloss- und Gartenverwaltung)
- Besonderheiten:
- Kostenlose Kinderführung per Smartphone verfügbar
- Gruppenführungen in verschiedenen Sprachen buchbar über das Führungsnetz der VHS Aschaffenburg
- Website
2. Barocke Pracht erwacht – Schloss Seehof bei Bamberg
Wenn ab April die Wasserspiele im Park von Schloss Seehof wieder sprudeln, beginnt eine der schönsten Zeiten für einen Besuch der ehemaligen Sommerresidenz der Bamberger Fürstbischöfe. Stefan schwört darauf, das barocke Juwel in Memmelsdorf gerade im Frühling zu erleben – wenn die Gärten frisch erblühen und die Touristenströme des Sommers noch auf sich warten lassen.
Besonders beeindruckend: die Kaskade mit ihren kunstvollen Wasserspielen, die von Mai bis Oktober täglich in Betrieb sind und den barocken Park zum Leben erwecken. Im Inneren des Schlosses, das nur mit Führung besichtigt werden kann, erwarten Besucher prachtvolle Rokokoräume mit virtuosen Deckengemälden von Giuseppe Appiani. In den Orangeriegebäuden ist zudem das Ferdinand-Tietz-Museum untergebracht, das die bezaubernden Rokokoskulpturen des Bildhauers zeigt, die einst den Park zierten.
Stefans Geheimtipp: Der weitläufige Park ist ganzjährig und ganztägig kostenfrei zugänglich – auch im Winter, wenn das Schloss geschlossen ist. Wer eine Stärkung braucht, findet direkt vor Ort ein charmantes Café-Restaurant mit Terrasse – perfekt für fränkische Spezialitäten mit Schlossblick. Und für ausgedehnte Spaziergänge empfiehlt Stefan den Rundwanderweg um Schloss Seehof, der durch idyllische Wälder führt und am Ottensee und Pulversee vorbeiführt.
Weitere Informationen zum Schloss Seehof
- Öffnungszeiten:
- Schloss: 1. April bis 31. Oktober, Dienstag bis Sonntag 9.00 bis 18.00 Uhr
- Führungen: stündlich ab 9.15 Uhr, letzte Führung 17.15 Uhr (Dauer circa 45 Minuten)
- Montag geschlossen (außer Ostermontag, Pfingstmontag, 1. Mai, 15. August, 3. Oktober)
- Wintersaison: November bis Ende März geschlossen
- Historische Gartenanlage: April bis Oktober 6.30 bis 19.00 Uhr, November bis März 6.30 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit (nicht vor 17.00 Uhr)
- Park ganzjährig ganztägig und kostenfrei zugänglich
- Wasserspiele: Mai bis Oktober täglich zu jeder vollen Stunde
- Eintrittspreise:
- Schlossbesichtigung mit Führung: 6,00 Euro, ermäßigt 5,00 Euro
- Kombiticket Neue Residenz Bamberg & Schloss Seehof: 10,00 Euro, ermäßigt 8,00 Euro
- Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr haben freien Eintritt
- Park mit Wasserspielen: Eintritt frei
- Gruppenanmeldung (ab zehn Personen) telefonisch oder per E-Mail erbeten
- Adresse: Schloss Seehof 1, 96117 Memmelsdorf
- Lage, Anfahrt und Parken:
- Schloss Seehof liegt circa fünf Kilometer nordöstlich von Bamberg in der Gemeinde Memmelsdorf
- Mit dem Auto über die A73, Ausfahrt 22-Memmelsdorf, Richtung Memmelsdorf/Bamberg-Gartenstadt, dann der St2190 folgen
- Parkplätze direkt am Schloss vorhanden
- Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Busverbindung ab Bamberg ZOB
- Spaziergänge in der Umgebung:
- Rundwanderweg um Schloss Seehof (circa acht Kilometer) durch Wälder, vorbei am Ottensee und Pulversee
- Kunst- und Skulpturenweg 'Figur im Focus' auf dem Geh- und Radweg von Pödeldorf nach Memmelsdorf
- Spaziergang zum Seehofweiher (circa zwei Kilometer Rundweg)
- Kontakt:
- Telefon: 0951/409571
- Schloss- und Gartenverwaltung Bamberg: 0951/51939-0
- Besonderheiten:
- Besichtigung des Schlosses nur mit Führung möglich
- Besichtigungsräume nur über Treppen erreichbar
- Frühlingsserenaden Ende Mai 2026 – Konzerte in der barocken Orangerie (28. bis 31. Mai 2026)
- Website
3. Frühlingserwachen zwischen Burg und Wallfahrtskirche – die Giechburg-Wanderung
Wenn im Frühling die Wiesen rund um die Giechburg in sattem Grün leuchten, ist die perfekte Zeit für eine der schönsten Familienwanderungen im Bamberger Land. Stefan empfiehlt diese kurze, aber aussichtsreiche Rundtour von knapp drei Kilometern, die auch mit kleineren Kindern problemlos zu bewältigen ist – und dabei zwei echte Highlights verbindet.
Die Wanderung startet am Parkplatz unterhalb der imposanten Giechburg, die hoch über der Landschaft thront und Ausblicke bis nach Bamberg bietet. Nach einer kurzen Erkundung der Burg – wo Kinder im großen Burghof spielen können – führt der Weg zunächst durch schattige Wälder, dann über eine sonnige Wiese zur Wallfahrtskirche Gügel, die imposant auf einem Felsen thront. Die lange Treppe hinauf zur Kirche ist für Kinder ein kleines Abenteuer, und der Ausblick von der vorgelagerten Terrasse ist grandios.
Stefans Geheimtipp: Die Wanderung lässt sich perfekt mit einer Einkehr im Burggasthof Giechburg verbinden, der für seine fränkische Küche bekannt ist. Und wer im Winter kommt: Der Bereich rund um die Giechburg und die Wiese vor dem Gügel eignen sich hervorragend zum Schlittenfahren!
Weitere Informationen zur Wanderung Giechburg - Gügel
- Streckenprofil:
- Länge: circa drei Kilometer Rundweg
- Dauer: circa zwei bis drei Stunden mit Pausen und Besichtigungen
- Schwierigkeit: leicht für Familien mit Kindern geeignet
- Höhenunterschied: circa 134 Meter Anstieg
- Wegbeschaffenheit: Waldwege, Wiesenpfade, teilweise Treppen
- Startpunkt & Parken:
- Wanderparkplatz unterhalb der Giechburg: Jägersteig 29, 96110 Scheßlitz
- Kostenfreie Parkplätze direkt am Ausgangspunkt
- Alternativ: Parkplatz am Gügel möglich
- Highlights entlang der Strecke:
- Giechburg: Imposante Burganlage mit Panoramablick und großem Burghof zum Spielen
- Wallfahrtskirche Gügel (St. Pankratius): Barocke Wallfahrtskirche auf Felskuppe mit spektakulärer Aussicht
- Vier kunstvolle Holzskulpturen am Wegrand
- Herrliche Ausblicke über das Bamberger Land
- Einkehrmöglichkeiten:
- Burggasthof Giechburg: Mittwoch bis Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, Montag und Dienstag Ruhetag
- Durchgehend warme Küche
- Fränkische Spezialitäten und Biergarten mit Burgblick
- Kontakt Burggasthof Giechburg:
- Adresse: Giechburg 1, 96110 Scheßlitz
- Telefon: 09542/424
- Website
- Hinweis: Barzahlung, E-Auto-Ladestationen vorhanden
- Gügelkirche St. Pankratius:
- Adresse: Gügel, 96110 Scheßlitz
- Öffnungszeiten: sonntags und feiertags 10.00 bis 16.00 Uhr (Sommerzeit) zum Gebet und zur Besichtigung
- Kontakt Pfarramt St. Kilian: 09542/921088
- Besonderheiten:
- Ideal für Familien mit Kindern – kurze Strecke, viele Entdeckungsmöglichkeiten
- Im Winter: Rodelmöglichkeiten rund um Giechburg und Gügel
- Ganzjährig begehbar, besonders schön im Frühling und Herbst
- Kombinierbar mit längeren Rundwanderwegen (Route A: circa zehn Kilometer)
4. Ab ins weiße Blütenmeer zur Kirschblüte nach Pretzfeld
Unsere Social-Media-Redakteurin Julia ist ein riesiger Japan-Fan und will unbedingt einmal dorthin reisen – vor allem zur Zeit der japanischen Kirschblüte. Die Japaner zelebrieren dieses Ereignis und haben sogar ein eigenes Wort dafür: "Hanami" heißt übersetzt so viel wie "Blüten schauen". Die entschleunigende Tradition ist in der japanischen Kultur ein festes Ritual, um der Alltagshektik zu entfliehen.
Das geht auch bei uns in Franken: Statt rosa blühen die Kirschbäume bei uns weiß. Vor allem in der Fränkischen Schweiz, in Pretzfeld im Landkreis Forchheim, verwandeln sich die Hänge und Hügel dann in weiße Blütenmeere. Das ist nicht verwunderlich, denn die Fränkische Schweiz zählt mit über 200.000 Kirschbäumen auf 25 Quadratkilometern zu den größten zusammenhängenden Süßkirschenanbaugebieten Europas. Abhängig vom Wetter stehen die Bäume zwischen Mitte und Ende April in Blüte.
Wer das Gebiet erkunden will, für den bietet sich eine Wanderung auf dem Pretzfelder Kirschenweg an. Etwa drei Stunden braucht man für die rund zehn Kilometer lange Route. Anschließend bietet sich eine Einkehr an, beispielsweise auf dem Pretzfelder Keller, von dem aus man zudem eine wundervolle Aussicht hat. Alternativ kann man auch picknicken. In diesem Jahr erwartet die Fränkische Schweiz eine frühe Blüte.
5. Die richtige Zeit für einen Besuch der Teufelshöhle bei Pottenstein
Grundsätzlich auch alles andere als ein Geheimtipp ist die Teufelshöhle bei Pottenstein. Für Stefan ist die ab Ende März 2026 wieder täglich geöffnete beliebte Attraktion in der Fränkischen Schweiz trotzdem bald wieder eine Empfehlung wert. Der Hauptgrund: Im Frühling sind die "Fränkische" – und damit auch Parkplatz und Führungen an und in der Höhle – noch nicht ganz so überlaufen wie im Sommer.
Und fast genauso wichtig ist der Temperaturunterschied. Wie während der gut einstündigen Tour erklärt wird, ist es in der Höhle ganzjährig konstant neun Grad frisch. Wer also im Hochsommer mit verschwitztem T-Shirt und kurzen Hosen auf Stalaktitenschau geht, dürfte nach wenigen Minuten ordentlich bibbern. Im Frühling dagegen hat man meistens zur Sicherheit eine Jacke dabei.
Wer sich eine Erkältung holt, kann übrigens gleich vor Ort bleiben. Wie die Betreiber angekündigt haben, werden in der größten Schautropfsteinhöhle Deutschlands auch Heilstollentherapien angeboten, die besonders bei Atemwegserkrankungen beliebt sind.
6. Spektakuläre Aussichten am Happurger See – Wandern zum Hohlen Fels
Stefan schwärmt von einem Ausflugsziel im Nürnberger Land, das die ideale Mischung aus Naturerlebnis, Wandern und Entspannung an der fränkischen Seenplatte bietet: der Happurger See mit seiner einzigartigen Karstlandschaft. Der Stausee liegt malerisch eingebettet in die Fränkische Alb und ist im Frühling, wenn die Natur erwacht und die Wanderwege noch nicht überlaufen sind, besonders reizvoll.
Ein absolutes Highlight ist der Aufstieg vom See zur Aussichtsplattform "Hohler Fels" auf der Houbirg. Der Weg führt durch schattige Wälder und vorbei an bizarren Felsformationen – typisch für die Karstlandschaft der Fränkischen Alb. Oben angekommen wird man mit einem spektakulären Blick auf den türkisblauen Stausee und die umliegende Landschaft belohnt. "Die Aussicht ist einfach grandios", schwärmt Stefan, "besonders im Frühling, wenn das Licht so klar ist und die Bäume gerade ihr frisches Grün zeigen."
Nach der Wanderung lädt der Happurger See zum Verweilen ein. Am Ufer kann man entspannen, picknicken oder die historische Natursteinbrücke bewundern, die über den See führt. Wer mag, kann die Wanderung auch mit einer Einkehr in einem der umliegenden Gasthäuser verbinden. Der Happurger See ist damit ein perfektes Ziel für alle, die Natur, Bewegung und fränkische Gemütlichkeit kombinieren möchten.
7. Eine Bierwanderung auf dem Fünf-Seidla-Steig
Unser Video- und Podcast-Spezialist Florian Hauner putzt bereits seine Wanderstiefel: Als gebürtiger Franke liebt er Ausflüge ins Grüne – und Bier. Daher ist sein Ausflugstipp der Fünf-Seidla-Steig in Gräfenberg. Folgende Brauereien liegen entlang der etwa zehn Kilometer langen Route:
- Wirtshaus der Klosterbrauerei Weißenohe
- Brauerei Friedmann, zum Einkehren entweder im "Biergarten zum Bergschlösschen" oder im Braustüberl
- Lindenbräu Gräfenberg
- Brauerei Hofmann
- Thuisbrunner Elchbräu im Gasthaus Seitz
Eine solche Bierwanderung sollte man nicht auf leeren Magen absolvieren. Generell kann man die Wanderung auch alkoholfrei bestreiten. Laut der offiziellen Website bringt die Rundtour Wanderer beispielsweise zu den Bahnhöfen Gräfenberg und Weißenohe zurück. An Wochenenden gibt es von beiden Bahnhöfen aus stündlich eine Rückfahrtmöglichkeit mit der Gräfenbergbahn zum Nürnberger Nordostbahnhof.
8. Im Knoth Gärtla schwedisches Flair genießen
Unsere Redakteurin Nadine verbringt im Frühling gern Zeit im Knoth Gärtla – ein Ort, an dem "fränkische Gemütlichkeit auf schwedische Gelassenheit" trifft. Das zumindest ist das selbsterklärte Ziel der Inhaberinnen. Durch die naturnahe Umgebung gelingt das auch problemlos: Die Tische stehen direkt auf einer Wiese, umgeben von Bäumen. Die perfekte Umgebung also, um nach einem hektischen Tag zu entspannen. Aktuell befindet sich der saisonal betriebene Biergarten laut offizieller Website allerdings noch in der Winterpause (Stand: Februar 2026).
Den skandinavisch anmutenden Biergarten gibt es erst seit 2022 in Lichtenfels, er war aber von Anfang an sehr beliebt. "Das Konzept ist nach der Eröffnung direkt gut angekommen. Wir wurden überrannt", erklärten die Betreiber Ulrike und Cathrin Knoth in einem früheren Gespräch mit inFranken.de.
Neben klassischen Brotzeiten werden dort als Ergänzung auch sporadisch warme Gerichte angeboten. Ein besonderes Highlight ist Nadine zufolge die Zimtschnecke. Wer jetzt Lust bekommen hat, dort vorbeizuschauen, sollte vorher noch einmal Geld abheben, denn laut der Website des Gärtlas kann man dort aktuell nur bar zahlen.
9. Wildpark an den Eichen – Naturerlebnis für Familien in Schweinfurt
Die nächste Empfehlung ist laut unserem Kollegen Alex Kroh "sicherlich kein Geheimtipp", aber für Naturbegeisterte und vor allem für Familien ein tolles Ausflugsziel: Der Wildpark an den Eichen in Schweinfurt ist laut Alex "schön gelegen". Es gebe dort "viele Wildtiere und tolle Spielmöglichkeiten für kleine und größere Kinder".
Dabei beeindruckt der Wildpark mit einem vielfältigen Angebot: In den Sommermonaten bietet ein Planschbecken kühle Erholung. Die zahlreichen Themenspielplätze laden Kinder zum ausgelassenen Spielen ein. Erwachsene können sich hingegen auf vielfältige Sportmöglichkeiten und ein belebendes Kneippbecken freuen.
Im Streichelzoo haben Besucher die Gelegenheit, den Tieren näherzukommen. Infotafeln bieten interessante Einblicke in das Leben der Parkbewohner. Für Besucher besonders erfreulich: Eintritt und Parken ist kostenlos. Der Park ist laut Alex allerdings "bei schönem Wetter auch sehr gefragt", wer also mit dem Auto kommt, sollte ihm zufolge "besser früh aufstehen".
10. Ölschnitzsee in Steinbach am Wald – Naturidyll im Frankenwald
Unser Werkstudent Anton aus der Redaktion für regionale Inhalte genießt im Frühling am liebsten die wunderschöne Natur am Ölschnitzsee in Steinbach am Wald (Landkreis Kronach). "Ganz oben, in der Rennsteigregion im Frankenwald, liegt ein echtes Juwel verborgen", schwärmt das Frankenwald Tourismus Service Center von dem Rückzugsort. Am Ölschnitzsee sind zahlreiche Möglichkeiten zum Zeitvertreib geboten.
Ob entspannt mit dem Tretboot über den See gleiten oder eine erfrischende Runde schwimmen – der See hat für jeden etwas zu bieten, inklusive einer Naturkneippanlage. Wer lieber an Land bleibt, kann auf den weitläufigen Liegewiesen entspannen und die Natur genießen. Besonders begeistert ist Anton von der Minigolfanlage am Ölschnitzsee, die sich perfekt eignet, um an warmen Tagen Freunde zu einer Partie herauszufordern. Für die kleinen Besucher sorgt ein Actionspielplatz für viel Spaß und Bewegung.
Auch die Kulinarik kommt am Ölschnitzsee nicht zu kurz. Die Seehütte bietet warme und kalte Getränke, Snacks und Gerichte sowie Kaffee und Kuchen. Auf der Seeterrasse ist sogar eine Cocktailbar zu finden, wo man den ein oder anderen Drink schlürfen und das Wetter genießen kann. Bereits vor knapp zwei Jahren betitelte das Tourismus-Center der Region Frankenwald den See als "ein echtes Highlight".
Weitere Frühlings-Highlights in Franken
Buchtipp: Bruckmann Wanderführer - Entdeckertouren Fränkische SchweizKulinarisch hat die Region übrigens ebenfalls einiges zu bieten: Die Top Ten der besten Schnitzel-Restaurants in Franken versprechen herzhaften Genuss in gemütlicher Atmosphäre. Wer Fisch bevorzugt, wird in der Karpfensaison fündig. Die Top 10 Fischrestaurants in Franken servieren Karpfen, Forelle und Saibling in höchster Qualität, oft aus regionaler Teichwirtschaft.
Osterbrunnen-Tradition: Wenn tausende Eier die Dörfer schmücken
Wenn im Frühling die Brunnen in der Fränkischen Schweiz unter bunten Girlanden und tausenden handbemalten Eiern verschwinden, zeigt sich eine Tradition, die es so nur in Franken gibt. Seit über hundert Jahren werden zur Osterzeit in rund 200 Orten zwischen Forchheim und Pottenstein die Dorfbrunnen kunstvoll dekoriert – ein Brauch, der seinen Ursprung in der Wasserknappheit der Juralandschaft hat. Früher mussten die Bewohner der wasserarmen Hochebene oft weite Wege zu den wenigen Quellen zurücklegen, weshalb man ihnen zur Osterzeit besondere Wertschätzung entgegenbrachte.
Die Schmückzeit beginnt meist in der Karwoche und dauert bis nach Ostern – im Jahr 2026 vom 27. März bis 12. April. Besonders beeindruckend ist der Osterbrunnen in Bieberbach, der mit 11.108 handbemalten Eiern als größter der Welt gilt, sowie die kunstvollen Brunnen in Heiligenstadt, Egloffstein und Gößweinstein. Die Eier werden von den Dorfbewohnern in monatelanger Arbeit bemalt. Die Tradition symbolisiert nicht nur Dankbarkeit für das Wasser, sondern auch das Erwachen der Natur und den Beginn des Frühlings.
Wer die Osterbrunnen erleben möchte, kann sie bei einer geführten Osterbrunnenfahrt oder auf eigene Faust bei Wanderungen durch die Fränkische Schweiz entdecken. Viele Gemeinden bieten spezielle Brunnenrundwege an, und in den örtlichen Gasthäusern warten fränkische Spezialitäten auf hungrige Besucher. Ein Tipp: Die Brunnen sind besonders fotogen in den frühen Morgenstunden, wenn das Licht noch weich ist und die Touristenströme noch ausbleiben.
Auf zwei Rädern durchs erwachende Franken: Die schönsten Radtouren
Wenn die Temperaturen steigen und die Weinberge frisches Grün zeigen, ist die perfekte Zeit für Radtouren durch Franken gekommen. Der MainRadweg zählt zu den beliebtesten Fernradwegen Deutschlands und führt auf über 600 Kilometern von den Quellen des Mains bis zur Mündung in den Rhein. Besonders reizvoll ist der fränkische Abschnitt zwischen Bamberg und Würzburg, wo der Fluss in engen Schleifen durch das Weinland mäandert und charmante Weinorte wie Volkach, Sommerach und Escherndorf zum Verweilen einladen.
Thalia-Buchtipp: Biergartenwanderungen Franken - der Klassiker in der 10. AuflageFamilien dürfen sich auf eine neue Attraktion freuen: In Plech beginnt 2026 der Bau von Karls Erlebnis-Dorf mit Erdbeerraupenbahn und Märchenwald, das Oberfranken um einen familienfreundlichen Freizeitpark bereichern wird. Musikfans kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Der fränkische Festivalkalender 2026 bietet einen umfassenden Termin-Überblick für Live-Events, von Rock im Park über Klassikfestivals bis zu regionalen Weinfesten.
*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach nützlichen Produkten für unsere Leser. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Piktogramm beziehungsweise einem Einkaufswagen-Symbol, einem Ticket-Symbol, einem Hotel-/Reise-Symbol oder Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn du auf einen dieser Links klickst bzw. darüber einkaufst, bekommen wir eine Provision vom Händler oder Dienstleister. Für dich ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.