Die Sonne strahlt vom Himmel und die Temperaturen steigen. Das schöne Frühlingswetter in der Region lädt am Wochenende zum Grillen im Freien ein. Doch wer die öffentlichen Grillstellen in Forchheim besucht, der kann böse überrascht werden. So ist es unserem Leser Gerhard Kummerer ergangenen, als er diese Woche die komplett vermüllten Grillplätze auf der Schleuseninsel entdeckte. Empört schickte er am Mittwoch ein Foto an den Fränkischen Tag: Leere Lebensmittelverpackungen, Alufolie, Taschentücher und Pappteller liegen auf dem Boden neben der Feuerstelle, auf den Tischen und Bänken. Und das, obwohl im Hintergrund ein Abfalleimer steht.

Auf der Facebook-Seite des Fränkischen Tags Forchheim lösten die Bilder einen Sturm der Entrüstung aus. Über 220 Nutzer reagierten verärgert auf die Verschmutzung, in mehr als 88 Kommentaren machten die FT-Fans ihrem Ärger Luft.

 


Frühling bedeutet für die Stadtreinigung viel Arbeit

Das Problem mit den verdreckten Grillplätzen kennen die Mitarbeiter des Bau- und Grünbetriebes der Stadt Forchheim nur zu gut. "Sobald schöneres Wetter ist, sind die Plätze wirklich regelmäßig vermüllt", bestätigt Bauhofleiter Klaus Bartosch. Vor allem nach den Wochenenden und Feiertagen müssten die Reinigungstrupps sehr viel Müll aufsammeln. Johann Spörl ist einer von ihnen. "Da macht man am Freitag sauber, kommt am Montag wieder und es schaut noch schlimmer aus", berichtet Spörl. Für die Männer und Frauen vom Bau- und Grünbetrieb gehört gerade der Frühling zu den arbeitsreichsten Zeiten.

 

 


Müll-Problem auch in den Stadtparks

Zurückgelassener Müll ist nicht nur auf der Sport- und Schleuseninsel ein Problem, auch in den Forchheimer Stadtparks finden die Reiniger oft achtlos weggeworfenen Abfall. "Sehr verdreckt ist seit den wärmeren Temperaturen zum Beispiel auch der Stadtpark an der Ritter-von-Traitteur-Schule", weiß Bartosch. Johann Spörl und seine Kollegen betonen: Für den herumliegenden Müll sei nicht die Stadtreinigung, sondern rücksichtslose Besucher und Einheimische verantwortlich. "Es scheitert an der Eigenverantwortung. Einige handeln nach dem Prinzip: Irgendjemand wird es schon wegmachen", meint Spörl.

 

 


Mehr Überwachung rechnet sich nicht

Mülleimer seien im Stadtgebiet ausreichend vorhanden. Alleine auf der Sportinsel stehen insgesamt 40 Abfallbehälter, die regelmäßig geleert werden. Wenn diese voll sind, sollten Gäste ihren Müll daneben stellen. Ein Grund, warum gerade die Grillplätze auf den Inseln häufig verdreckt sind, könnte ihre versteckte Lage sein. "Die Leute fühlen sich dort hinten eben nicht beobachtet. Aber wenn wir die Plätze es beleuchten würden, wäre es trotzdem nicht besser", meint Bauhofleiter Bartosch. Auch von Geldstrafen oder mehr Überwachung hält er nichts. Bartosch findet: "Das rechnet sich nicht. Eigentlich hilft da nur, dass man immer wieder auf die Abfall-Berge hinweist."