Die DJK Willersdorf hat aus den letzten sechs Spielen in der Kreisklasse 2 nur einen Punkt geholt. Hätte das Team von Trainer Michael Hobner einen Zähler mehr erspielt, hätte es ein Entscheidungsspiel erzwungen, wären es zwei Punkte mehr gewesen, hätte sogar der direkte Klassenerhalt resultiert.

Drei Spieltage vor Schluss führte Willersdorf zwei Mal gegen den ASV Höchstadt und spielte nur 2:2, am vorletzten Spieltag verlor die DJK gegen den direkten Konkurrenten ATSV Forchheim mit 1:4, und das Saisonfinale endete mit einer 1:2-Niederlage gegen Weilersbach. Die zwei fehlenden Punkte lassen sich für Spielleiter Tobias Hofmann schnell finden.

Herr Hofmann, war sich die DJK ihrer Sache zu sicher, weil Ihre Mannschaft in den letzten sechs Spielen nur noch einen Punkt geholt hat?
Tobias Hofmann: Das würde ich nicht sagen, das hört sich schlimmer an als es war. Bei diesen sechs Spielen waren beispielsweise Langensendelbach und Baiersdorf II dabei, gegen die wir uns nicht unbedingt etwas ausgerechnet hatten. Wir wussten, dass wir aus den letzten drei Spielen vier Punkte brauchen. Nach dem einen Punkt gegen Höchstadt mussten wir entweder noch gegen den ATSV oder gegen Weilersbach gewinnen. Diese Rechnung ging leider nicht auf. Hätte mir nach unserer schwachen Hinrunde, in der wir riesiges Verletzungspech hatten, jemand gesagt, dass wir den Klassenerhalt am letzten Spieltag noch selbst in der Hand haben, hätte ich das so unterschrieben. Die Hinserie war für mich auch der Grund, warum wir abgestiegen sind.

Trotzdem hätte am letzten Spieltag ein Punkt beim SV Weilersbach zum Klassenerhalt gereicht. War der nicht drin?
Der Trend sprach an diesem Tag für die Weilersbacher, weil sie zuvor zwei Spiele gewonnen hatten. Trotzdem haben wir deren 1:0-Führung ausgeglichen, dürfen aber nicht zwei Minuten später direkt den nächsten Treffer fangen. Dennoch würde ich sagen, dass wir nicht an diesem Wochenende, sondern am Spieltag zuvor gegen den ATSV Forchheim abgestiegen sind. Da darfst du dein Heimspiel gegen einen direkten Konkurrenten einfach nicht mit 1:4 verlieren.

Wie groß war die Trauer?
Ich selbst konnte ja nicht da sein, aber unser Trainer hat mir gesagt, dass er der Mannschaft keinen Vorwurf machen konnte. Trotzdem saßen einige mit Tränen in den Augen in der Kabine. Mittlerweile ist das jedoch wieder vergessen.

Verändert sich die Mannschaft?
Ja, sehr sogar. Wir haben mit Julian Fleischmann zur DJK Schnaid/Rothensand und Brian Kaiser zwei Abgänge. Seit der Winterpause spielt Christian Seeberger bei uns, nun kommt mit Florian Seeberger noch sein Zwillingsbruder aus Burk. Die beiden sind gebürtige Willersdorfer. Aus Kersbach wechselt Benedikt Weismeier zu uns. Die drei wären sogar für die Kreisklasse Hochkaräter gewesen, aber leider spielen wir nur noch A-Klasse. Dazu kommen Moritz Brandl aus Reuth, Christof Otzelberger von der JFG Aischtal sowie Valentin Schmitt von der JFG Deichselbach-Regnitzau. Nico Gambel ist das Patenkind unseres Trainers und kommt genauso aus Etzelskirchen wie Michael Endres, der schon die letzten Spiele bei uns mitgespielt hat. Der letzte ist Torwart Philipp Männel, der seinen Pass beim FC Stöckach hatte. Das sind insgesamt neun neue Spieler, mit denen wir nun einen breiteren Kader haben.

In den letzten sechs Jahren ist Willersdorf zweimal auf- und dreimal abgestiegen. Geht es jetzt direkt wieder hoch?
In der A-Klasse kann das Ziel nur der direkte Wiederaufstieg sein. Allerdings werden dieses Ziel auch vier bis sechs andere Mannschaften haben. Gerade in der A-Klasse 3 haben mehrere das Zeug aufzusteigen. Grundsätzlich bin ich glücklich über die Einteilung, da wir nur gegen wenige zweite Mannschaften spielen, die keine Zuschauer mitbringen. Aus Vereinssicht spiele ich lieber gegen erste Mannschaften, auch wenn es die Liga qualitativ ganz schön in sich hat.