Die Höchstadt Alligators haben am Sonntagabend zwei ihrer Statistiken in der Eishockey-Oberliga Süd kräftig aufpoliert. Das 7:4 in Memmingen war der zweite Auswärtssieg in Folge - bei nur drei Erfolgen in der Fremde in der kompletten bisherigen Saison. Und mit vier Treffern in Überzahl verbesserten sie sich in dieser Kategorie auf insgesamt sieben.

Oberliga Süd, Männer: ECDC Memmingen - Höchstadter EC 4:7 (2:1, 2:3, 0:3)

Im Gegensatz zum Spiel in Weiden war diesmal fast jeder Schuss ein Treffer. Donat Peter reagierte nach einem Duell an der Bande am schnellsten (2.). Christopher Kasten hatte bei seinem Schüsschen Glück, dass Goalie Benjamin Dirksen den Puck wohl nicht sah, so dass dieser in Zeitlupe unter seine Schonern durchrutschte (7.).

Ein Pfostentreffer von Vitalij Aab (14.) und zwei Powerplays für Höchstadt entrissen den Indians die Kontrolle. Michail Guft-Sokolov erzielte das erste HEC-Tor in Überzahl seit dem 22. Dezember (17.). Als Anton Seewald gehalten wurde, gab es Penalty, den der Gefoulte souverän zum Ausgleich verwandelte (25.). Eine Fünf-gegen-Drei-Situation nutzte Memmingen zur erneuten Führung (27.), Niklas Jentsch egalisierte mit einem satten Schuss (29.) und Philipp De Paly erzielte aus der Distanz in der nächsten doppelten Überzahl das 4:3 (34.).

Doch auch die Alligators hatten unter der Woche wohl an ihrem Special Play gearbeitet: Jakob Fardoes Fernschuss mit einem Mann mehr auf dem Eis wurde möglicherweise von Guft-Sokolov abgefälscht: 4:4 (40.). Im letzten Drittel ließen die Aischgründer zwei weitere Treffer in Überzahl folgen, insgesamt zehn Zeitstrafen für den ECDC (HEC ebenfalls neun) machten es möglich. Daniel Huhn - nicht zu verwechseln mit dem ehemaligen Alligators-Spielertrainer Daniel Jun - musste zwei Mal auf die Bank. Erst traf Seewald auf Vorarbeit von Martin Vojcak zur erstmaligen Gästeführung (46.), dann lenkte Guft-Sokolov die Vorlage von Fardoe ins Netz und die Partie Richtung Auswärtssieg (50.).

Höchstadt musste zwar auch noch eine Drei-gegen-Fünf-Situation überstehen, schaukelte das Ergebnis aber über die Bühne. Die zu diesem Zeitpunkt nicht mehr nötige Entscheidung per Empty-Net-Goal gelang Jentsch fünf Sekunden vor der Schlusssirene. Damit gewann Höchstadt auch das zweite Aufeinandertreffen mit den Allgäuern.