Ein wichtiger Befreiungsschlag gelang dem Bayernliga-Team der SpVgg Jahn Forchheim am Wochenende gegen Neudrossenfeld. Abwehrchef Hayri Özdemir stellte sich dabei in den Dienst der Mannschaft und musste ausgerechnet an seinem Geburtstag nach zwei taktischen Fouls das Feld frühzeitig verlassen. Zufrieden ist der 24-Jährige trotzdem.

Wie ist Ihr Wochenende gelaufen?
Hayri Özdemir: Wir konnten uns gegen Neudrossenfeld mit 3:2 durchsetzen. Bereits in der sechsten Minute wurde ich nach einem harten Foulspiel mit der Gelben Karte bestraft. Anschließend war ich gezwungen, etwas vorsichtiger in den Zweikämpfen zu sein. Wir haben uns durch ein frühes Gegentor in der ersten Halbzeit verunsichern lassen. Erst im zweiten Durchgang haben wir endlich aufgedreht und richtig guten Fußball gespielt. Nach den drei Treffern von Thomas Roas haben wir leider etwas unsere Linie verloren. Beide Teams hatten in dieser Phase gute Chancen, nur den Gästen gelang es, auf 2:3 zu verkürzen. Nach einem Ballverlust in der 90. Minute war ich gezwungen, den Fehler meines Mitspielers auszubügeln und den Gegenspieler leider unsanft zu stoppen. Das war ganz wichtig für uns, da es sonst noch einmal gefährlich geworden wäre. Daher geht der Platzverweis auch voll in Ordnung.

Sie waren auch in ein Wortgefecht mit dem Neudrossenfelder Daniel Meyer verwickelt. Was war da los?
Da kam es zu einem Zweikampf zwischen unserem Rechtsverteidiger Sebastian Schäferlein und dem Neudrossenfelder. Der Schiedsrichter hatte zwar bereits abgepfiffen, allerdings haben das die beiden nicht mitbekommen und ihren Zweikampf fortgesetzt. Dann fiel plötzlich Meyer um und hat im Umfallen versucht, noch brutal nachzutreten. Und das geht einfach nicht. Ich spiele auch oftmals sehr hart. Aber solche Dinge wie Nachtreten haben auf dem Sportplatz nichts verloren. Das gehört sich einfach nicht.

Auch die deutsche Nationalelf hat sich am Freitagabend gegen Gibraltar schwer getan. Ist diese Mini-Krise nach dem WM-Triumph verständlich?
Das DFB-Team hat sich gegen tiefstehende Gäste sehr schwer getan. Es hat keinen Spaß gemacht, das anzuschauen. Es ist schon nachvollziehbar, dass es momentan nicht ganz so rund läuft. Es gibt einige Verletzte und Spieler, die keine gute Form haben. Dazu befindet sich das Umfeld im Umbruch. Es gibt mit Thomas Schneider einen neuen Co-Trainer, mit Philipp Lahm, Per Mertesacker und Miroslav Klose haben drei wichtige Leistungsträger aufgehört, viele neue Baustellen haben sich vor allem in der Abwehr ergeben. Da ist so ein kleines Tief auch die logische Konsequenz.