Mit dem TTL gastierte die neue Mannschaft des langjährigen Eggolsheimer Trainers Frank Wolfschmitt in der Eggerbachhalle. Sowohl die Gastgeber als auch die Bamberger mussten auf ihre besten Werfer Steffen Riedel (Eggolsheim) und Darreon Mc Duffie (Bamberg) verzichten.
Die zahlreichen Zuschauer sahen im ersten Spielabschnitt eine zerfahrene Partie, welche vor allem durch intensive Verteidigung geprägt war. Weder die Bamberger noch die Eggolsheimer gestatten dem Gegner einfache Punkte. Für die Gäste sorgte der bullige Centerspieler Arasch Hakimi für die wenigen Höhepunkte in den ersten zehn Minuten, weshalb die erste Hälfte für Eggolsheim 10:14 verloren ging.
Auch das zweite Viertel war geprägt von den gut stehenden Abwehrreihen beider Teams. Nun gelang es den Eggolsheimern, etwas besser die Centerposition zu ihren Gunsten zu nutzen: Oliver Jacob und Oliver Staupendahl setzten die Akzente. An der mageren Punkteausbeute beider Teams - zur Halbzeit 26:26 - sollte sich auch in der zweiten Hälfte nicht viel ändern.
Mit leicht veränderter Abwehr und der Vorgabe, keine einfachen Punkte zu erlauben, starteten die Eggolsheimer in ihr bestes Viertel. Nun gelang es, aus der festungsartigen Verteidigung heraus mit klugem Passspiel einige Fastbreaks zu laufen. Unter den Körben agierten Staupendahl und Jacob wie zwei Türme in der Schlacht, weshalb dem TTL in der zweiten Halbzeit nur noch vier Feldkörbe gelangen. Sämtliche Punkte mussten sich die Bamberger an der Freiwurflinie erarbeiten (Freiwürfe insgesamt 38:21). Acht Punkte (45:37) betrug der Vorsprung der Eggolsheimer zu Beginn des letzten Viertels. Doch die intensive Abwehrarbeit forderte ihren Tribut. Nach und nach mussten insgesamt vier Spieler der gastgebenden Mannschaft mit fünf Fouls auf der Bank Platz nehmen. Bamberg witterte Morgenluft und Wolf schmitt schwor seine Truppe mit zwei Auszeiten auf die Schlussphase ein.
Die Eggolsheimer zeigte jetzt Nerven. Eine Mischform aus Zone- und Manndeckung der Gäste führte zu Verwirrung im Angriffsspiel der Hausherren. Das Spiel schien zu kippen. Doch der bärenstark spielende Max Rahm (Bild) hatte in den wichtigen Momenten stets eine Antwort parat, weshalb am Ende ein 53:51 die Anzeigentafel zierte. "53 Punkte sprechen für eine gute Abwehr, doch 51 Punkte in der Offensive sind einfach viel zu wenig, um ein Spiel zu gewinnen", haderte der TTL-Coach Frank Wolfschmitt, "entscheidend für die Niederlage waren auch zehn verworfene Freiwürfe in den letzten sieben Minuten."

Die Statistik


DJK: Rahm 17, Staupendahl 12, Jacob 9, Ruckdäschel 5, Pelikan 4, A. Roppelt 3, Willomitzer 3, Hümmer, Klotzek, J. Roppelt, Schirner
TTL: Rosenthal 15, Hakimi 12, Höning 11, Griebel 7, Heuring 2, Reitschuster 2, Gerstner 2, Dorn, Hubatschek, Schreiner, Porzel, Flierl