Die Niederlage in der spannenden und hochemotional geführten Partie der beiden punktgleichen Teams aus der Bezirksoberliga Ostbayern bedeutet noch nicht das Ende der Forchheimer Aufstiegsträume, obwohl im Rückspiel am Sonntag, 13. Mai (15 Uhr), in der Brucker Emmy-Noether-Halle die Trauben sehr hoch hängen.

Die VfB-Handballer scheitern an der mangelhaften Chancenauswertung. Die war in der ersten Halbzeit katastrophal: Sechs Tore in 30 Minuten, davon noch zwei Siebenmeter, belegen dies eindeutig. Im Abschluss fehlte den Forchheimern die Ruhe und Übersicht, um den glänzend aufgelegten TV-Torwart Dieter Geck zu überwinden. Aber auch Michael Schmitt im VfB-Gehäuse hatte einen hervorragenden Tag erwischt. "Im Angriff war einfach zu wenig Bewegung, wir agierten zu zuweilen auch pomadig. Damit war das Brucker Abwehrbollwerk nicht zu überwinden", urteilte der VfB-Trainer Elmar Ehrich. Aus der 3:1-Führung (10.) wurde ein 3:7-Rückstand.


Erst nach 40 Minuten lief es rund



Während bei Bruck viel über Außen bzw. den Kreis lief, agierten die VfB-Flügelspieler zumeist nicht so wirkungsvoll und der Kreisläufer wurde nur selten in Szene gesetzt. Nach 40 Minuten beim Zwischenstand von 10:13, stelle sich das Team von Trainer Elmar Ehrich besser auf das körperbetonte Spiel der Gäste ein. Angetrieben von den 315 Zuschauern schaffte der VfB den 13:13-Gleichstand. Als Kilian Kiesel wieder zum 18:18 (57.) ausglich, tobte die Halle. Die Freude war aber nur von kurzer Dauer. Forchheim vergab seine Möglichkeiten und Bruck gelangen zwei Treffer zum 18:20-Sieg.

Der VfB hat dem Gegner alles abverlangt. Ein Lob dickes gebührt den souverän leitenden Schiedsrichterinnen Angelika Ellinger (Erlangen) und Kerstin Wölfel (Röthenbach).

VfB: Schmitt, Marx - Radina 2, Hecht 1, Mühe 2, Gieck, Krämer 1, Weisheit, Wackersreuther, Kiesel 2, Hallmann 4/4, Zuber 2, Wolf 4 / Zeitstrafen: 5 / 4 / Rote Karten: 1 (3x2 Min.) / - / Siebenmeter: 4 / 4