Mit einer leicht veränderten Flugkurve landet der Steilpass von Dario Cedrone nicht - wie bereits angekündigt - bei Achim Scharr, sondern bei dessen Teamkollegen Lars Storbeck vom TSV Ebermannstadt. Dort spielt Storbeck bereits seit der C-Jugend und möchte kommende Saison in die Kreisklasse aufsteigen. Mit einem neuen Trainergespann und einer intensiven Vorbereitung soll dies auch gelingen. Denn Storbeck und Co. möchten nicht noch einmal kurz vor dem Ziel scheitern.

Wer hat Sie angespielt?
Storbeck: Dario Cedrone. Ihn kenne ich schon sehr lange. Wir haben früher mal zusammengearbeitet und dann war er noch in Ebermannstadt mein Trainer. Er ist ein super Typ und hat wahnsinnig viel Ahnung von Fußball. Leider hatten wir damals nicht die spielerische Qualität, um mit ihm großen Erfolg zu haben. Aber er ist immer ein super Kumpel, mit dem man auch mal abends gut weggehen kann.

Wie sieht Ihr Laufweg aus?
Mit dem Fußball habe ich beim SV Gößweinstein angefangen. Seit der C-Jugend spiele ich aber für den TSV Ebermannstadt und habe hier alles erlebt. Sämtliche Auf- und Abstiege habe ich durchgemacht und von der A- bis zur Kreisklasse überall gespielt.

Was erwarten Sie von diesem Wochenende?
Wir haben mit Christian Kress und Birol Aksoy zwei neue Trainer bekommen, die wir aber erst seit einer Woche kennen. Seither haben wir jeden Tag trainiert. Beide Coaches machen einen super Eindruck und es macht Spaß. Am Wochenende werden wir dann noch ein Vorbereitungsturnier bestreiten, schließlich haben wir vom Verein ein klares Ziel für die kommende Saison bekommen: Wir wollen unbedingt aufsteigen.

Wie sieht Ihr Fazit zur Fußball-EM 2012 aus?
Auch wenn die Leistungen von der deutschen Elf nicht immer überzeugend waren, habe ich trotzdem großen Respekt. Die Mannschaft ist weit gekommen, aber in den entscheidenden Momenten haben der letzte Wille und etwas Biss gefehlt. Allerdings habe ich nicht ganz verstanden, was Bundestrainer Jogi Löw vor dem Italienspiel in der Pressekonferenz damit meinte, den Italienern den Stempel aufdrücken zu wollen. Denn letztlich hat er die Aufstellung dem Gegner angepasst und sie auf entscheidenden Positionen wieder verändert. Dass Löw aber jetzt dermaßen in der Kritik steht, ist absolut unverständlich.

An wen passen Sie weiter?
Ich möchte an Christian Schüpferling von der Spielvereinigung Dürrbrunn-Unterleinleiter weiterspielen. Ich kenne ihn noch aus unserer gemeinsamen Zeit bei Ebermannstadt, außerdem wohnt er immer noch hier. Er ist mein Stammtischkollege und wir verstehen uns schon seit über zehn Jahren sehr gut. Ich versuche, ihn schon immer zu überreden, dass er zu uns zurückwechselt. Bisher ist es mir noch nicht gelungen, aber vielleicht schaffe ich es ja noch irgendwann.