Früher als geplant kam es zum erneuten Aufeinandertreffen der Blue Devils Weiden und des Höchstadter EC in der Eishockey-Oberliga Süd. Coronabedingt fiel nach dem Mittwochs-Spiel auch die für Freitagabend angesetzte Partie der Alligators gegen Riessersee aus. Diesmal gab es mit den Oberpfälzern einen Ersatz-Gegner und somit Gelegenheit für den HEC zur Revanche für das 3:6 am 15. Dezember an selber Stelle.

Lange Zeit waren die Gäste auf einem guten Weg. Schon nach wenigen Minuten rissen sie die Begegnung an sich, führten kurz vor Schluss mit 3:0, gaben den Sieg aber fast noch aus der Hand. Die Hausherren verzichteten auf ihren tschechischen Topscorer Tomas Rubes, der zuletzt beim 1:6 gegen Selb sein Comeback nach einer Verletzungspause gegeben hatte. Diesmal wurden die beiden Kontingentstellen von Neuzugang und Debütant Lewis Zerter-Gossage aus Kanada sowie dem Letten Edgars Homjakovs besetzt.

Oberliga Süd: Blue Devils Weiden - Höchstadter EC 2:3 (0:1, 0:0, 2:2)

Ein paar Mal tauchte Weiden gefährlich vor dem Gehäuse von Benjamin Dirksen auf, dann war Höchstadt an der Reihe. Die größten Chancen vergaben Jiri Mikesz und Milan Kostourek. Dann belohnten sich die Mittelfranken: Kostourek passte auf Höhe der Mittellinie quer, Anton Seewald setzte sich bei der Puck-Annahme durch, trieb die Scheibe bis weit ins Weidener Drittel, schlug einen Haken und versenkte halbhoch zum 0:1 (12.).

Dass es im zweiten Abschnitt keine Treffer gab, grenzte an ein Wunder, denn auf dem Eis der Hans-Schröpf-Arena war sicherlich nicht weniger los als auf den anderen vier Spielfeldern der Oberliga Süd, wo zum selben Zeitpunkt jeweils mindestens vier Tore gefallen waren. Auch jeweils zwei Strafen pro Mannschaft in den ersten beiden Dritteln hätten genügend Raum zum Knipsen gegeben.

Erst in der 50. Minute war wieder Jubel im zuschauerleeren Stadion zu hören: Vitalij Aab scheiterte zunächst am Goalie, umkurvte das Gehäuse und traf dann von der anderen Seite aus spitzem Winkel. Niklas Jentsch machte den ersten Auswärtssieg des HEC nach vier Niederlagen in der Fremde in Folge per Empty-Net-Goal in der vorletzten Minute vermeintlich perfekt.

Doch dann nahm das Nordduell Fahrt auf. Ein schneller Angriff über mehrere Stationen führte in doppelter Überzahl nicht direkt zum ersten Tor für die Devils, doch Dennis Palka stocherte den Puck im Nachfassen über die Linie (59:11). Immer noch mit zwei Mann mehr kombinierte Weiden wieder gut, auf Vorlage von hinter dem Höchstadter Tor traf Barry Noe zum 2:3 (59:44). Doch für den Ausgleich und die Verlängerung reichte den Oberpfälzern die Zeit nicht mehr.