Während sich der Markt am Hof der Franken Obst AG mit Besuchern füllt, wird in der Halle geschäftig gearbeitet. Schon am Eingang stehen kistenweise Kirschen, die von den Mitarbeitern gewogen und weiter zur Kirschensortieranlage gefahren werden. Dort auf dem großen Laufband spritzt glasklares Wasser heraus, um die Kirschen zu waschen.


Einst Handarbeit, jetzt maschinell

Herbert Hubmann, Geschäftsführer der Franken Obst AG erklärt bei einem Blick hinter die Kulissen den interessierten Marktbesuchern jeden Arbeitsschritt, den die Landwirte früher zu Hause selbst ausführen mussten.
Jetzt wird alles automatisch von der Anlage übernommen: Vom Waschen über die Sortierung nach Größe bis zur Abpackung in Kiloschalen und in Großeinheiten. 30 Cent pro Kilo müssen die Landwirte dafür an die Genossenschaft zahlen.


Konkurrenz aus der Türkei

Auch wenn der Kirschenhandel aus der Türkei den Markt hier preislich unter Druck setzt, wie Erwin Zeiß, der Ehrenvorsitzende der Obstgenossenschaft den Besuchern beim Rundgang durch die Meile erklärt, liefern noch bis zu 800 Obstanbauer bei der Franken Obst AG an.
Das Publikum hört interessiert zu.Die Besucher jedenfalls wollen die Region stärken und sind von den einheimischen Kirschen begeistert. Sie leuchten in den schönsten und kräftigsten Rottönen und lassen das Wasser im Mund zusammenlaufen.


Treue Kunden

"Wir kaufen immer Kirschen aus der Region", sagt ein Ehepaar, das aus der Nachbargemeinde jedes Jahr zur Kirschenmarktmeile kommt und fast jeden Tag hier in der Region die Kirschen von den Landwirten kauft. "Das ist das Obst der Jahreszeit", erklärt das Ehepaar. Und die Kirsche und alles, was daraus gemacht werden kann, schmeckt.


Leckeres Angebot

So sind gleich Besucher an den Ständen der Händler, um sich ein saftiges Stück Kirschkuchen mit Streuseln zu einer Tasse Kaffee zu kaufen. Wer dann doch lieber Kuchen ohne Frucht genießt, kann am Nachbarstand Küchle und Schneeballen genießen.
Wie die verschiedenen Kirschen schmecken, auch das können die Gäste selbst erproben und die unterschiedlichen Sorten aus den Körbchen versuchen. "Die Kirschen werden täglich frisch verpackt", sagt die Kirschkönigin Sandra Grau. Sie eröffnete die vierte Kirschenmarktmeile in Igensdorf und konnte auch den stellvertretenden Landrat Otto Siebenhaar und Kreisrat Ulrich Schürr (JB) begrüßen und bewarb eindrucksvoll das heimische Obst.
Die Wärme im Frühjahr bewirkte, dass die Kirschen heuer früher dran sind als sonst. "Wir hoffen nun auf weiterhin beständiges Wetter, um auch weiterhin beste Qualität zu liefern", sagte die Kirschkönigin.


Gute Marktentwicklung

Markus Zeiß, der Vorstandsvorsitzende der Obstgenossenschaft freute sich angesichts des Interesses wie gut sich der Markt entwickelt hat. In der Gemeinde ist er fest verankert. Genauso fest wie die Köstlichkeiten, die aus dem Obst hergestellt werden: Von der Marmelade bis zum Likör und dem Wein war alles geboten.
Essen und Getränke aber auch die verschiedensten Waren, vom Schmuck bis zu Kräutern und Korbwaren oder Insektenhotels aller Variationen, bereichern die Kirschenmarktmeile.