"Für die gesamte Fränkische Schweiz und darüber hinaus ist der neue Erlebnisfelsen Pottenstein mit zahlreichen neuen Attraktionen an der bekannten Sommerrodelbahn ein Aushängeschild und ein Zugpferd". Das sagte Bürgermeister Stefan Frühbeißer (CWU/UWV) zur Eröffnung dieser neuen gigantischen Freizeiteinrichtung, nachdem diese von Domvikar Norbert Förster und Pfarrerin Karin Volke-Klink gesegnet worden war.
Das sind die Neuen Attraktionen
Eigentlich hätte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Festrede halten sollen. Doch er sagte kurzfristig ab und fuhr lieber zum Bieranstich auf die Kulmbacher Bierwoche. Entsprechend enttäuscht war man deshalb in Pottenstein. Sein Grußwort musste Frühbeißer wegen der Absage von Söder kurzfristig abändern.

Nachdem die Piloten Josef Wiegärtner und Andreas Kubizek vom Flugsportverein Pegnitz mit ihren Flugzeugen vor der Segnung ein Kreuz in die Luft gezeichnet hatten, spielte Frühbeißer auf die von Söder initiierte Kruzifixdebatte an.


40 Millionen Euro Umsatz

"Wir hängen unsere Kreuze so hoch, dass man sie bis Nürnberg sieht", sagte er. Und in Anspielung auf so manche staatliche Zuschüsse für Fremdenverkehrseinrichtungen andernorts könne man in Pottenstein stolz darauf sein das man diese nicht brauche.

Denn in Pottenstein werden im Tourismus 40 Millionen Euro pro Jahr umgesetzt. "Wer meint dass dies auf die Einheimischen keine Auswirkungen hat, geht irre", so Frühbeißer. Ohne die Pachteinnahmen der Tourismusbetriebe müsste die Stadt die
Grundsteuer um 60 Prozent erhöhen.

Rund fünf Millionen Euro hat die Firma Wiegand in die neuen Attraktionen an den beiden Sommerrodelbahnen investiert. Neben der Modernisierung der beiden Sommerrodelbahnen wurden weitere Freizeitattraktionen errichtet.


130 Meter Aussichtssteg

Schon von weitem sichtbar ist der imposante "Skywalk" - ein 130 Meter langer Aussichtssteg mit semitransparentem Boden. Konstruiert hat diesen weltweit einzigartigen Baumwipfelpfad der Linzer Ingenieur Erhard Kargel. Einzigartig daran ist die 50 Meter hohe Seilbrücke, von der aus man über das ganze Tal schauen kann deshalb, weil sie von keinem festen Haltepunkt gespannt ist.

Der Weg zum "Skywalk" führt von der neuen Ausflugsgastronomie über den Baumwipfelpfad "Höhenerlebnis"der mit interaktiven Stationen, vier Spielbrücken, einer spektakulären Netzbrücke und einem zehn Meter hohen Kletterkamin zum Thema "tierische Bewegungsmuster" gespickt ist.

In der neuen Fahrattraktion "Hexenbesen" fliegen die Besucher auf einer 360 Meter langen Strecke in Gondeln hexengleich durch die Luft und erreichen über Jumps und Kurven seitliche Auspendelungen von bis zu 58 Grad. Allerdings ist der "Hexenbesen" wegen des Unfalls vor etwa zwei Wochen von der
Staatsanwaltschaft noch immer nicht freigegeben. Laut Geschäftsführer Hendrik Wiegand warte man noch auf das Gutachten des TÜV München. Wiegand ist jedoch zuversichtlich das der Hexenbesen in zwei bis drei Wochen wieder in Betrieb genommen werden kann.

Bis zum Ende der Saison sollen noch weitere Attraktionen hinzukommen. Ein Felsenspielplatz, eine Kugelbahn und ein Wasserspielbereich, fügt Möller hinzu. Geplant ist noch ein Speedcoaster mit dem man vom Berg ins Tal sausen kann sowie ein Erlebnisweg vom Parkplatz an der B 470.