Gemeine Gerüchte: Kathrin Grüner besitzt in Forchheim ihr eigenes Lokal. Das "Lübbis" gibt es seit zwei Jahren. In der letzten Zeit verfolgt sie immer wieder das gleiche Gerücht. 

"Erst dachte ich mir nichts dabei, denn Gerüchte gibt es ja immer mal wieder", berichtet sie inFranken.de. "Aber letzte Woche haben mich dann mehrere Kunden darauf angesprochen, das fand ich schon bezeichnend." Sie veröffentlicht ein Statement auf Facebook, denn: Kathrin Grüner und das "Lübbis" bleiben - trotz Lockdown.

Gerüchte über angebliche Schließung: "Lübbis"-Chefin reagiert mit Statement

"Ich habe schon überlegt, ob ich es überhaupt kommentieren soll", berichtet sie. Aber dann sprechen sie nicht nur einige Kunden darauf an, sondern einige lösen auch ihre Gutscheine ein, "weil es uns ja angeblich nicht mehr so lange gibt", sagt Grüner. Sie wählt die Flucht nach vorne und schreibt ein Statement auf Facebook: "NEIN, das Lübbis schließt nicht". "Solche Gerüchte können geschäftsschädigend sein." 

Nach der Veröffentlichung des Posts sprechen immer mehr Menschen sie an. "Viele hatten im Vorfeld von den Gerüchten gehört und sich erst nicht getraut, etwas zu sagen." Woher die Aussagen kommen, weiß Grüner nicht. "Das kann man auch schlecht nachverfolgen", sagt sie. Wichtig ist ihr vor allem, dass die Leute wissen: "Ich bin noch da!" Das "Lübbis" bleibt geöffnet.

Dabei ist der Lockdown auch in ihrem Restaurant nicht einfach. Donnerstag bis Sonntag bietet das "Lübbis" Speisen zum Mitnehmen an. "Aber das To-Go-Geschäft läuft wesentlich schlechter als im ersten Lockdown", berichtet sie. Auch ihre Festangestellten musste sie in Kurzarbeit schicken. "Das ist so ein schlimmes Gefühl", so Grüner. Trotzdem muss es weitergehen. "Ich habe mich angepasst." Sonntags gibt es jetzt extra fränkische Gerichte a la carte, das gab es früher im Lokal nicht. "Ich bin ein positiver Mensch und versuche, auch weiterhin positiv zu bleiben", sagt sie. 

Dankbar für die treuen Stammgäste

Vor allem ihre Stammgäste helfen ihr durch die Zeit. "Viele haben mich nach dem Post angerufen und mir gut zugesprochen." Nicht nur in dieser Hinsicht sind ihre Gäste für sie da. "Die Unterstützung bringt mich durch diese Zeit. Dank meinen Stammgästen habe ich überlebt."

Grüner weiß, dass es auch anders geht. "Ich bin privat nur für mich verantwortlich. Wenn ich mir vorstelle, jemand hat noch eine große Familie, die an dem Geschäft hängt, ist das viel schlimmer." Für viele Gastronomen sind das jetzt die letzten Meter. "Wir können nur hoffen, dass es bald wieder bergauf geht." 

Feuerwehrmann Martin aus Obertrubach ist an akuter Leukämie erkrankt. In dieser schweren Zeit stehen ihm seine Feuerwehr-Kameraden zur Seite. Mit einer DKMS-Aktion wollen sie ihm das Leben retten.