Von einem "symbolischen Mosaikstein" sprach Landrat Hermann Ulm (CSU). Allerdings gehe es auch darum, "Wirkung nach außen" zu erzielen: Gemeinsam mit der in Forchheim beheimateten Naturstrom AG wolle das Landratsamt Forchheim beim Thema Elektromobilität "Vorbildcharakter" zeigen, wie Ulm ausführte.

Beide Partner haben im Frühjahr je ein Fahrzeug des rein elektrisch betriebenen BMW i3 erworben. Die Ladestation samt einer Photovoltaik-Anlage wurde nun offiziell in Betrieb genommen. Thomas Banning, Vorstandsvorsitzender von Naturstrom, wies bei der Einweihung darauf hin, dass die 3000 Kilowattstunden Jahresproduktion ausreichten, Strom für 20.000 Kilometer zu erzeugen.

Da die Stromkosten deutlich unter den Benzinkosten lägen; und da die Elektroautos in der Wartung ungleich billiger seien als die herkömmlichen Fahrzeuge, dürfte die Anschaffung der beiden BMW i3 (je 34 000 Euro) langfristig eine rentable Angelegenheit sein, meinte Banning.

Auch für Besucher

8000 Euro hat die Naturstrom AG in die Elektro-Tanksäule und in die Photovoltaik-Anlage auf dem dazugehörigen Carport investiert. Die Ladestation Am Streckerplatz 3 soll künftig auch Besucher anlocken, die statt auf den Verbrennungsmotor auf Elektroantrieb setzen.

Sowohl Hermann Ulm als auch Thomas Banning sagten, dass die Elektro-Autos bei ihren Mitarbeitern sehr beliebt seien. Wobei Banning betonte, dass die elektrisch betriebenen Autos "typische Stadt- und Vorort-Fahrzeuge sind". Mit einer vollen Batterie kommt man rund 150 Kilometer weit. Ein kompletter Ladevorgang dauert sechs Stunden.