"Ein Höhepunkt für Schüler und Eltern ist die Einschulung. Der nächste schulische Höhepunkt ist dann der Abschluss", meint die Schulleiterin der Grund- und Mittelschule Ebermannstadt, Anette Mohnlein. Deshalb findet sie es total schade, dass in diesem Jahr keine besondere Verabschiedung für Schüler, Eltern und Lehrer stattfinden kann. "Es ist für alle ein wichtiger Schritt, besonders für die Eltern, die während der Schulzeit der Kinder unsere Partner waren", ergänzt die Schulleiterin. Trotz Corona-Zeiten waren sich alle einig, dass irgendetwas gemacht werden muss. Lehrer und Elternbeirat setzten sich zusammen und überlegten. "Wir haben einen tollen Elternbeirat, deshalb kamen da viele Ideen", so Anette Mohnlein. Zum Beispiel wollten die Lehrer Spalier stehen, damit Schüler und Eltern im Auto durchfahren können. Das wurde aber nicht erlaubt.

In zwei Schichten feiern?

"Wir haben vier Klassen mit knapp 100 Schülern. Da nutzt mir die Außenregelung nichts. Und in zwei Schichten feiern wollten wir auch nicht", erklärt die Schulleiterin. Deshalb ist für Donnerstag, 23. Juli, eine "Ausgabe in Stationen" geplant. Die Schüler und ihre Eltern bekommen ab 15 Uhr ein Zeitfenster. Im Schülercafé werden sie vom Elternbeirat mit einem Begrüßungsgetränk empfangen und gehen mit diesem hoch ins Klassenzimmer. Dort werden sie vom Klassenlehrer erwartet. Es finden ein Abschlussgespräch und die Zeugnisübergabe statt. Zudem erhalten die Schüler ein von der Schulleiterin und der Bürgermeisterin unterzeichnetes Schreiben.

Fotostation

Weiter geht es zur Fotostation. Hier werden Erinnerungsfotos gemacht. Mit Lehrern anderer Fächer können dann noch Gespräche geführt werden. Im Klassenzimmer sind etwa zehn Minuten eingeplant; für den Gesamtaufenthalt in der Schule etwa 45 Minuten. Außerdem werden die Besten geehrt und die, die sich besonders für die Schule eingesetzt haben.

Kein Abschlussball

Auch Harald Pitter, Schulleiter der Staatlichen Realschule Ebermannstadt, findet es schade, dass es in diesem Jahr nicht den wunderbaren Abschied mit Tanzkursabschlussball geben kann. "Im Moment habe ich 99 Schüler in vier Klassen", berichtet Pitter. Da keine Abschlussfeier mit allen stattfinden kann, wird in Schichten und nach Klassen getrennt gefeiert. Am Freitag, 24. Juli, werden sich um 13 Uhr je eine Klasse in der Aula und eine in der Turnhalle einfinden. Die Schüler dürfen ihre Eltern mitbringen. Das alte Jahr wird mit Bildern der Schüler Revue passieren lassen. Es soll kurze Reden geben und die Zeugnisse sollen übergeben werden. Dafür ist etwa eine Stunde geplant. Danach gibt es eine Stunde Pause, in der die Räume gelüftet und desinfiziert werden. Um 15 Uhr werden dann die beiden weiteren Abschlussklassen verabschiedet. "Wir wollten nicht die Köpfe hängen lassen, sondern aus der Situation das Beste machen", sagt Pitter.

Viele Unwägbarkeiten

Die Abschlussfeiern am Gymnasium Fränkische Schweiz Ebermannstadt fanden vor Corona in der Stadthalle statt und wurden groß gefeiert. Auch hier wird es in diesem Jahr anders sein. "Wir hoffen, dass alles klappt. Das in der Stadthalle war ein bestehendes Verfahren. In diesem Jahr gibt es viel mehr Unwägbarkeiten", meint Schulleiter Siegfried Reck. Für die 51 Abiturienten, die von zwei Personen begleitet werden können, wird es am Freitag, 17. Juli, nachmittags eine Schulveranstaltung im Schulhof im Freien und im überdachten Bereich geben. Im nicht überdachten Bereich werden Tische aufgestellt. Der teils überdachte und erhöhte Eingang wird zur Bühne umfunktioniert. Dort wird es Reden und die Zeugnisverleihung geben. "Wir werden auf der Bühne Fußaufkleber wie im Theater anbringen, damit jeder weiß, wo er stehen muss", verrät Siegfried Reck. Er erwartet, dass bei der Zeugnisübergabe "das Blut kocht". Die Schüler sollen nicht versehentlich zu nahe zusammenrücken oder sich umarmen. Anschließend wollen die Abiturienten mit einigen Lehrern noch den "Wiesentgarten" besuchen. "Ich bedaure es für meine Abiturienten, dass sie nicht auch so feiern können wie in den Jahren zuvor", meint Reck.