Bereits im Juni hatte der Gemeinderat Langensendelbach den Haushaltsplan 2018 besprochen, nun verabschiedeten die Gemeinderäte das Zahlenwerk einstimmig. So schließt der Verwaltungshaushalt mit 5.637.350 Euro und der Vermögenshaushalt mit 4.119.700 ab. Die freie Finanzspanne beträgt 376.265 Euro.

Trotz einer Entnahme aus der Rücklage von 500.000 Euro muss die Gemeinde zur Abwicklung aller Investitionen Kredite in Höhe von 2,56 Millionen Euro aufnehmen. Der Schuldenstand würde dann bei kompletter Aufnahme am Ende des Haushaltsjahres 3,22 Millionen Euro betragen. Das entspräche einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1020 Euro, erklärte Bürgermeister Oswald Siebenhaar (FW).


Grabnutzung

Siebenhaar informierte die Räte, dass Anfragen an die Verwaltung gestellt wurden, ob eine Reduzierung von Grabnutzungsrechten möglich wäre. Nach Rücksprache mit Bestattungsunternehmen teilten diese mit, dass die Urnen aus unterschiedlichen Materialien bestehen, die biologisch abbaubar sind und die Umwelt nicht belasten. Um den Wünschen von Hinterbliebenen nachzukommen, wurden nun die Vorschriften nach Rücksprache mit dem Staatlichen Gesundheitsamt in die Friedhofssatzung eingearbeitet.

In einer sachlichen Diskussion bestätigte der Gemeinderat die immer mehr zunehmende Nachfrage nach Einäscherung. Der Anfrage eines Bürgers auf Schaffung eines Friedwalds wurde vorläufig zurückgestellt. "Wir müssen versuchen, den Wünschen der Bürger Rechnung zu tragen", sagte Siebenhaar. Einstimmig beschlossen die Räte, die Bestattungssatzung zu ändern.


Kontroverse um Jugendräume

Kontrovers diskutiert wurde der Erlass einer neuen Nutzungsvereinbarung und einer Hausordnung für die Jugendräume in Langensendelbach und Bräuningshof. Nun waren die im Januar diskutierten Hinweise eingearbeitet worden. "Wir wollen keine Partymeile", sagte Norbert Händel (UWB). Er befürchtet, weil die Personenzahl nicht festgelegt ist, ein Ausufern der Feiern und Partys.

Die Jugendbeauftragte Petra Ellrich (UWB) widersprach dem und berichtigte diese Aussage: "Im Jugendtreff feiern nur Kinder ihren Geburtstag oder wie jetzt ihren Schulabschluss." Hans Knetzger (FW) meinte dazu: "Das sind doch Kinder, lassen wir sie doch ihren Geburtstag feiern."

"Ich habe nichts dagegen, wenn sie feiern", antwortete Händel, "wir sollten aber darauf achten, dass die Nachtruhe der Anwohner gewahrt bleibt und ab 24 Uhr Schluss ist."

"Wir wissen, dass einige Veranstaltungen eskaliert sind und der offene Jugendtreff nicht funktioniert hat", sagte Zweiter Bürgermeister Matthias Kern (FWBG), "wir sollten aber diese Verfehlungen den neuen Kindern und Jugendlichen nicht anlasten." Der Tagesordnungspunkt wird in nach Einarbeitung weiterer Hinweise noch einmal behandelt.