Infolge des Trockensommers 2003 kam es am Hetzleser Berg zu einem großflächigen Borkenkäferbefall der Fichte. Dies führte auf vielen Flächen zur Erneuerung des Waldes durch Pflanzung oder natürliche Ansamung. Was in diesen jungen Beständen heute zu tun ist, dem gingen 23 interessierte Waldbesitzer nach. Unter der Leitung des jungen Försters Johannes Rossiwal vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Bamberg hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, moderne Jungbestandspflege kennen zu lernen.


Pflege von jungen Waldflächen

Das Ziel ist es, mit möglichst geringem Aufwand ökologisch und ökonomisch wertvolle Wälder zu erhalten, die den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen sind. Bei der gemeinsamen Übung konnten sich alle davon überzeugen, dass es sich dabei nicht um Zauberei handelt: Die Teilnehmer suchten etwa alle zehn Meter einen zukunftsträchtigen Baum aus, der gefördert werden soll. Sie markierten diesen mit einem Farbbändchen. Ein Nachbarbaum, der den markierten beeinträchtigt, wird im Rahmen der Pflege entnommen. So erhält der zukunftsträchtige Baum mehr Licht, Wasser und Nährstoffe und kann sich besser entwickeln.

In Nadelwäldern geht es vor allem darum, den jungen Bäumen genug Platz zu geben, damit diese möglichst stabil aufwachsen. Im Laubholz hingegen muss behutsamer vorgegangen werden. Es gilt, keinesfalls den Dichtstand aufzulösen, um gute, astfreie Qualitäten zu erhalten, ohne gewollte Baumarten zu verlieren, die in jungen Jahren etwas langsamer wachsen.

Wie das in der Praxis funktioniert, lässt sich am besten vor Ort klären. Der örtliche Förster steht Interessierten für einen persönlichen Termin im Wald zur Verfügung.