Erwartungsgemäß und mit großer Zustimmung nominierte die Wählergemeinschaft Einigkeit den amtierenden Bürgermeister und Kreisrat Helmut Krämer zum Bürgermeisterkandidaten, mit 75 von 76 Stimmen. Eine Liste für die Marktgemeinderatswahl wird es, wie schon 2008 und vorher, nicht geben.

Vertrauensmann Harald Schmidt leitete die Nominierungsversammlung und gratulierte Helmut Krämer auch zur Nominierung als Kreistagskandidat. Schmidt berichtete, dass sich Krämer bei einem am 11. Dezember bereit erklärt habe, bei der Kommunalwahl am 16. März erneut für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. "Wir sind der Meinung, dass Helmut Krämer der richtige Bürgermeister für unsere Großgemeinde ist. Helmut Krämer zeichnet durch Zielstrebigkeit, Ehrgeiz und Fleiß aus. Auch hat er Visionen, die über Amtsperioden hinaus für unsere Gemeinde gut und wegweisend sind", sagte Schmidt.

Krämer hat 1990 die Nachfolge von Johann Daum angetreten. Er hat also fast 24 Jahre lang kommunalpolitische Erfahrung. Er ist 57 Jahre alt, verheiratet und hat vier Kinder. Er ist gelernter Techniker für Landbau und war bis 1990 Kreisgeschäftsführer des Bauernverbandes. Helmut Krämer absolvierte von 1971 bis 1974 die Berufsausbildung als staatlich geprüfter Landwirt. Von 1974 bis 1976 besuchte Krämer die landwirtschaftliche Fachschule in Bamberg und anschließend die Technikerschule in Triesdorf.

Gute Wirtschaftskraft

In seinem Rückblick machte Helmut Krämer deutlich, dass es trotz der schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen gut gelungen sei, die Großgemeinde mit 24 Gemeindeteilen positiv weiterzuentwickeln. Wirtschaftlich stehe Heiligenstadt gut da. Zahlreiche und besonders große Unternehmer planten Erweiterungsmaßnahmen. Mit nur 51 Arbeitslosen habe man im Dezember 2013 einen Tiefststand erreicht.

Auch im Tourismus nehme der Markt Heiligenstadt mit rund 62 500 Übernachtungen einen guten 20. Platz in Oberfranken ein. Erfreulich sei, dass weitere Investitionen im Wellnessbereich im Kleinzentrum Heiligenstadt und im staatlich anerkannten Erholungsort Veilbronn geplant sind. Mit Bamberg soll kooperiert werden.
"Mit dem neuen Bildungshaus, in dem Schule, Kindergarten, Krippe und Kinderhort unter einem Dach sind, hat der Markt Heiligenstadt eine Einrichtung geschaffen, die Ihresgleichen sucht", sagte Krämer. Das neue Bauland- Familienmodell mit günstigen Baulandpreisen für junge Familien soll den Markt Heiligenstadt als Wohn- und Arbeitsort noch attraktiver machen. In unmittelbarer Nähe dieser Einrichtung stehen gemeindeeigene Bauplätze zur Verfügung.

In den nächsten Jahren gehe es nach Krämers Worten darum, die Finanzausstattung der ländlichen Kommunen zu verbessern, damit die notwendigen Infrastruktureinrichtungen wie Breitbandversorgung, Straßenerneuerung, Abwasserbeseitigung und so weiter vorgenommen werden können. Ziel müsse es sein, den Markt als Wohn-, Arbeits- und Erholungsort weiterzuentwickeln.