Von Julia Heimberger

Noch ist nicht viel zu sehen im Stadtpark hinter dem Amtsgericht in Forchheim, nur große bunte zusammengerollte Gummipakete auf Paletten. "Aufblasen werden wir die Burgen erst kurz vor der Eröffnung", erklärt der Veranstalter Miguel Ortega. "Und wenn es regnen sollte, ziehen wir einfach Planen darüber, das ist kein Problem", ergänzt Marvin Wägner, der die Hüpfburgen anliefert.

Die beiden 28-Jährigen stemmen das Festival mit links, doch es ist ein enormer Organisationsaufwand. Man brauche Personal, Aufbauhelfer, Kassierer, Strom, Wasser, Absperrgitter, mobile Toiletten, Verpflegung, Werbung und noch vieles mehr. Das Telefon steht quasi nie still.

Während Miguel Ortega als 18-Jähriger mit Disco-Veranstaltungen begann, hat sich Marvin Wägner mit 20 Jahren auf den Verkauf und Verleih von Sportartikel spezialisiert. "Und so kam ich dann irgendwann auch auf Hüpfburgen", erzählt Marvin Wägner und rollt dabei die zusammengerollte Piratenburg zum Aufbauplatz.

Bis zu 500 Kilogramm kann eine große Attraktion wiegen, "da braucht man dann schon fünf bis sechs Helfer". Aufgepustet sei so eine Burg mithilfe eines Gebläses dann schnell. Das dauert nur ein bis zwei Minuten.Sicherheitsbedenken bräuchten Eltern nicht zu haben, da alle Burgen geprüft seien und es hätte seit 2010 keinen einzigen Unfall gegeben. Außerdem bestehe eine Burg ja nur aus Luft. "Das Einzige, was passieren kann, ist, dass man versehentlich Spaß hat", lacht Marvin Wägner und rückt sich den Strohhut zurecht.

Trotz des erwarteten Wetterumschwungs werde das Festival heute eröffnet. "Und am Sonntag soll es ja schon wieder schön werden", hofft Miguel Ortega. Letztes Jahr hatte das Festival rund 6000 Gäste. Diese Zahl würde der Veranstalter dieses Jahr gerne wieder erreichen.

Das Vorurteil, dass Hüpfburgen nur für Kinder seien, räumt er gleich noch rigoros aus der Welt: "Bei uns kann jeder hüpfen, egal ob Kind oder Erwachsener". Und Marvin Wägner wirft ein: "Eine große Burg ist fast fünf Meter hoch, da können natürlich auch Erwachsene drinnen hüpfen".

Zusätzlich zu den klassischen Hüpfburgen gibt es auch einen Sprungturm. Von diesem können Mutige aus drei und fünf Metern wie im Schwimmbad auf ein weiches Luftkissen springen. Weiteres Highlights sind eine riesige aufblasbare Dart-Scheibe, ein Irrgarten, Softballkanonen und Aqua Zorbing. Bei Aqua Zorbing kann man in einem zwei Meter großem Kunststoffball über das Wasser laufen, beziehungsweise über einen zehn mal fünf Meter großen Pool. Ein großer Spaß für Kinder und Jugendliche, befindet Marvin Wägner.

Wer nun selbst Lust hat, hüpfen zu gehen, kann sich von Montag bis Freitag von 13 bis 19 Uhr und Samstag und Sonntags von 11 bis 19 Uhr austoben.