Die letzten Akkorde von Mozarts "Fantasie" verklingen. Stille. Dann begeisterter Applaus. Bei der Ehrungsveranstaltung für junge Musiker der Musikschule Ebermannstadt hatte der elfjährige Johannes Kormann sein Können am Klavier gezeigt und die Zuhörer verblüfft. Kein Wunder, dass er zu Beginn des Jahres beim Regionalwettbewerb von "Jugend musiziert" in Bamberg die höchste Punktzahl beim Wertungsspiel in der Kategorie "Klavier Altersgruppe II" erreicht hatte und am Landeswettbewerb teilnehmen hätte können. Der wurde allerdings wegen Corona ersatzlos gestrichen. IDer junge Künstler erzählt, dass er seit vier Jahren Klavier spielt: "Es macht mir einfach Spaß." Seine Schwester spielt im Posaunenchor. Und auch seine Eltern freuen sich, dass er dieses Instrument spielt. Was er später einmal damit machen will, weiß er nicht. Derzeit übt er aber jeden Tag am Klavier.

Das macht auch die zwölf Jahre alte Franziska Lößel, die beim gleichen Wettbewerb den ersten Preis in der Kategorie "Klavier Altersgruppe III" erreicht hatte. "Ich spiele seit sechs Jahren", verrät sie. Sie wollte das Instrument einfach mal ausprobieren, fand dann aber großen Gefallen daran. Derzeit lernt sie auch noch Saxofon, denn sie mag dessen Klang und sie hat ein Faible für Jazz. Den zweiten Platz im Wertungsspiel Gitarre erzielte der 15-jährige Noah Gebhardt. Der 16-jährige Frank Metschnabl erreichte im Wertungsspiel Gitarre "guten Erfolg". Die jungen Musiker wurden an diesem Abend von Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) ausgezeichnet. Für die Teilnahme am Kammermusikwettbewerb der Bayerischen Musikbünde in der Altersstufe 2 mit "sehr gutem Erfolg" wurden die zwölfjährigen Querflötenspielerinnen Marietta Knoll, Ariane Richter, Michaela Büttner und Lena Tatschner geehrt. Bereits in der Grundschule hatten sie gemeinsam musiziert. Die vier hatten erst Blockflöte gelernt. An der Querflöte schätzen sie die hohen Töne. "Und man spielt meistens die erste Stimme", warf Marietta ein.

Leiter der Musikschule

Der Leiter der Musikschule, Wojciech Grabietz, war bei der Ansprache der Bürgermeisterin sichtlich gerührt. Denn Meyer lobte seinen Einsatz und das Engagement seiner Lehrer und deren "Gespür für Talente und ihre unerschöpfliche Kreativität, wenn es gilt, die Spielfreude ihrer Schüler zu entwickeln und zugleich Ausdauer und Geduld anzumahnen oder besser zu fördern, weil Musizieren beides braucht: Leidenschaft und Perfektion". So erhielten an diesem Abend auch noch 13 Schülerinnen und Schüler eine Urkunde, die die freiwillige Leistungsprüfung D1, und vier, die die Prüfung D2 absolviert hatten. Die jungen Musiker spielen Gitarre, Violine, Cello, Querflöte, Blockflöte, Klavier, Posaune und Trompete. Und wie gut diese jungen Talente sind, zeigten diejenigen, die die Ehrung musikalisch begleiteten. Bernadette Wehr spielte an der Querflöte "Großmütterchen erzählt" von Wilhelm Popp und Anna Simon am Cello "Arioso" von Johann Sebastian Bach. Begleitet wurden sie dabei von Rudi Kreuzer am Klavier.