Die Vermögensbuchführung eines Büros in Veitshöchheim hatte ergeben, dass der Markt Egloffstein mit dem Wasser- und Abwasserverkauf ein Minus erwirtschaftet, was nach Meinung der Kommunalaufsicht nicht sein soll. Daher wurde das Büro gebeten, kostendeckende Beiträge zu ermitteln.

Gebühren werden erhöht

Beim Wasserverkauf beläuft sich der Fehlbetrag derzeit auf rund 49 000 Euro im Jahr, beim Abwasser sind es rund 8000 Euro. Deshalb wurde einstimmig beschlossen, die Gebühren zum 1. Januar anzuheben. Beim Wasser steigt der Grundbetrag auf 92,04 Euro (bisher 61,36). Der Wasserverbrauch wird mit 2,39 Euro pro Kubikmeter (bisher 1,60 Euro) ebenfalls angehoben. Beim Abwasser lag der bisherige Beitrag bei 1,95 Euro pro Kubikmeter. Auch hier ist eine Erhöhung fällig, um das Defizit auszugleichen. Ab 1. Januar wird eine Grundgebühr von jährlich 30 Euro eingeführt, und der Kubikmeterpreis für das Abwasser steigt auf 2,22 Euro. Damit hofft die Gemeinde, künftig kostenneutral arbeiten zu können.

Bürgermeister Stefan Förtsch (CSU) berichtete von einem "Orientierungstermin" bezüglich des Umbaus am Marktplatz, der im Zuge der Städtebauförderung saniert werden soll. Derzeit steht dort das alte Rathaus leer, das im Zuge der Begehung als "solide Bausubstanz" für erhaltenswert erachtet wird.

Zukunft des Marktplatzes

Das Büro "Umbau Stadt" ist beauftragt, einen Architektenwettbewerb durchzuführen, mit dem Ideen und Vorschläge für eine Belebung des Marktplatzes gesammelt und umgesetzt werden sollen. Als Sanierungsbedürftig erkannte man das alte Rathaus, das danebenstehende BDK-Haus (Sozialwerk Bund Deutscher Kriegsopfer) und das Witwenpalais ebenfalls am Markt.

Ein weiteres Problem sind die engen Straßen in diesem Bereich und der große Mangel an Parkplätzen, der verhindert, dass sich am Marktplatz Geschäfte niederlassen. Man erhofft sich also insgesamt eine große Verbesserung der Lebensqualität im Ort. Die europaweite Ausschreibung - man rechnet mit 15 teilnehmenden Büros - soll im nächsten Frühjahr stattfinden.