Während der Egloffsteiner Marktgemeinderatssitzung, die aus Corona-Gründen im Mehrzweckhaus Affalterthal abgehalten wurde, gab es ein Thema zu besprechen, welches auch die Bevölkerung sehr stark beschäftigt: die Sanierung des Freibads, dass heuer wegen der Corona-Hygieneauflagen geschlossen bleibt.

Bürgermeister Stefan Förtsch (CSU) berichtete von einer Besprechung, in der die Fördermöglichkeiten und die Realisierungszeiträume besprochen wurden. Demnach käme für Egloffstein nur das Sonder-Förderprogramm des Bundes zum Tragen, welches vor allem für historische Freibäder aufgelegt worden ist. "Da die historische Bäderachse der Fränkischen Schweiz nicht nur für die einheimische Bevölkerung, sondern auch für den Tourismus und die Naherholungsregion von allergrößter Bedeutung ist und zudem die Sportvereine vor Ort die Einrichtungen für den immer wichtiger werdenden Schwimmunterricht nutzen", so die CSU-Bundestagsabgeordnete Silke Launert (Bayreuth/Forchheim) bei einem Besuch des Freibads im Februar, hat sie sich - mittlerweile erfolgreich - für die Sanierung der Freibäder in Egloffstein, Gräfenberg und Streitberg ausgesprochen. Insgesamt rund 5,5 Millionen Euro soll die Sanierung für alle drei Bäder kosten. Rund 3,8 Millionen Euro an Bundeszuschüssen müssen sich die drei Gemeinden dann brüderlich teilen. Das bedeutet für Egloffstein Ausgaben für das neue Bad von rund 2,2 Millionen Euro, Zuschuss vom Bund rund 1,3 Millionen, so dass knapp eine Million Euro von der Gemeinde finanziert werden muss. Da der Bund Zuschüsse gewährt, gibt es kein Geld vom Freistaat, machte Förtsch deutlich.

Europaweit ausschreiben

Das Projekt muss zudem europaweit ausgeschrieben werden, was nach der Schätzung des Bürgermeisters rund 15 000 Euro kosten kann. Frühestens im nächsten Sommer wäre eine Ausschreibung möglich. Sie wird mit circa vier Monaten Dauer veranschlagt, so dass eine Sanierung beziehungsweise Neubau des Egloffsteiner Freibades frühestens übernächstes Jahr in Angriff genommen werden kann. Die Aussagen des Bürgermeisters bezüglich Freibadsanierung beruhen auf einer Anfrage des Fördervereins Freibad Egloffstein, der wissen will, wann eine Sanierung möglich ist und welche Zuschussmöglichkeiten es gibt.

Neuer Waldfriedhof "Friedleite"

Weiteres Thema der Marktgemeinderatssitzung war die Beschlussfassung über die Friedhofs- und Gebührensatzung des neuen Waldbegräbnisplatzes "Friedleite" in Hundshaupten, der vom Freiherrn Heinrich von Pölnitz auf einer Fläche von acht Hektar Wald betrieben wird. Die Gemeinde tritt als Träger auf, da nach bayerischem Recht Begräbnisstätten nur von Kommunen oder Religionsgemeinschaften betrieben werden dürfen. Es werden ausschließlich Urnenbegräbnisse zugelassen. Die Ruhezeit für Urnen beträgt mindestens zehn Jahre.

Team der Jugendbeauftragten

Nachdem die Stelle einige Jahre vakant und der Jugendraum im Keller des BDK-Haus (Sozialwerk Bund Deutscher Kriegsopfer) als Mülllager zweckentfremdet worden war, tritt ab sofort wieder ein Jugendbeauftragtenteam in Aktion. Angeführt von Gemeinderätin Fione Porisch (UGL), unterstützt von Max Barthelmess, Kristof Krüger und Martin Margraf, will man ab sofort wieder Angebote für die Jugend anbieten in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring und der kommunalen Jugendpflege. Derzeit werden die alte Jugendstätte vom Müll befreit und ein Kostenvoranschlag für die Renovierung erstellt. Die Bestellung der vier war reine Formsache und erfolgte einstimmig. Die Gemeinderäte zeigten sich froh darüber, dass der Posten nun wieder besetzt ist.