Die Regenfälle der vergangenen Tage waren in Franken teilweise sehr heftig. In Reuth bei Forchheim haben die nassen Verhältnisse allerdings einen Großeinsatz der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks (THW) ausgelöst. Wie das Nachrichtenportal News5 berichtet, hatte sich am Montag (15. Juni 2020) die Erde in einer Baugrube stark aufgeweicht und begann schließlich, abzurutschen.

Der Hauseigentümer zeigte sich bestürzt. Aus Sicherheitsgründen durfte vorerst niemand mehr im Haus schlafen - zu groß sei die Gefahr, in die Baugrube abzurutschen.

Erdrutsch durch Regenfälle: Haus droht einzustürzen - Großeinsatz von Feuerwehr und THW

Thomas Binder, der Hauseigentümer, wurde von dem Erdrutsch überrascht. Aufgrund der starken Regenfälle sackte plötzlich der Boden direkt neben seinem Haus um etwa einen Meter ein. Zuerst stürzte die Gartenmauer ein, anschließend erlitten ein kleineres Gebäude und der Gartenweg Schäden. "Ein Blick aus dem Fenster, da kam der erste Schock, bin gleich rausgerannt und hab gesehen, dass meine Mauer zum Nachbargrundstück Geschichte war", schildert Binder seine Reaktion.

Durch den Erdrutsch ist der ganze Garten nun gezeichnet von Rissen im Boden. Auch ein Weg, der direkt am Haus vorbeiführt, sei nicht mehr wiederzuerkennen. Weil um die Stabilität des Hauses gefürchtet wird, durfte unmittelbar nach dem Geschehen aus Sicherheitsgründen niemand mehr darin schlafen. Die Gefahr sei zu groß, dass es in die Baugrube neben dem Haus abrutsche.

"Natürlich ist die Angst dabei, wir sollen jetzt auch diese Nacht nicht im Haus verbringen", erklärt Binder. Hilfe bekam er von der Feuerwehr und vom THW. Mit einem Großaufgebot wurde versucht, die Baugrube und den Hang mit Material aufzuschütten, um den Hang zu stabilisieren.

Thomas Binder hofft auf die Effizienz der eingesetzten Methoden zur Stabilisierung seines Hauses. "Ich möchte in meinem Haus noch viele Jahre verbringen, ohne dass es einsturzgefährdet ist“, erklärt der Hausbewohner.