Ein effizienter Energieeinsatz, die Nutzung von Energie-Einsparpotenzialen und die Nutzung erneuerbarer Energien zur Verringerung des Treibhauseffektes sind nur einige der Ziele, die sich die "Energie- und Klima-Allianz Forchheim" (EKA) auf die Fahnen geschrieben hat. Am Donnerstag, 9. Februar, soll aus der Initiative ein Verein werden.
Die Gründungsversammlung beginnt um 20.30 Uhr im Kulturraum St. Gereon in Forchheim. Voraus geht um 19 Uhr ein Vortrag von Professor Thomas Foken, der über bereits spürbare Auswirkungen des Klimawandels in Oberfranken spricht. Der Wissenschaftler will auch Hinweise geben, welche Maßnahmen notwendig sein werden, um sich an die veränderten globalen Bedingungen anpassen zu können.


Fülle von Aufgaben

"Die Fülle der Aufgaben kann eine einzelne Person gar nicht stemmen", erklärt Emmerich Huber, einer der Initiatoren der Klima-Allianz. Deshalb sehen sich die überzeugten Klimaschützer nicht als Konkurrenz zum Klimaschutz-Management des Landratsamtes Forchheim, sondern als Ergänzung. "Dominik Bigge bemüht sich um konkrete Klimaschutz-Projekte, wir dagegen wollen die Tatsache, dass ein Umdenken notwendig ist, ins Bewusstsein der Bevölkerung bringen", verdeutlicht Barbara Cunningham, Sprecherin der Initiative.


Karten werden verschickt

Um einen zukunftsfähigen und enkel-tauglichen Landkreis Forchheim zu erreichen, wünschen sich Cunningham, Huber und ihre Mitstreiter, dass sich die Kommunen landkreisweit in die Klima-Allianz einbringen. Um ein Bewusstsein zu schaffen hat die EKA Postkartenaktionen geplant. So sollen Karten verschickt werden, die einen mit Palmen bewachsenen Forchheimer Rathausplatz zeigen. Eine andere Karte verwendet das Symbol des Gänseblümchen-Orakels, bei dem jedoch der Klimawandel im Mittelpunkt steht. Kommt er, kommt er nicht, kommt er, ...?

Um jungen Menschen die Brisanz des Themas nahezubringen, hat die Klima-Allianz zu einem Kunstwettbewerb mit dem einprägsamen Titel " Energiewandel - Klimawende" aufgerufen. Durch die bewusste Verschiebung der Begriffe Energiewende/Energiewandel und Klimawandel/Klimawende will der EKA-Kunstwettbewerb neue Perspektiven für diese Themen eröffnen und Raum für persönliche Erfahrungen und Ansätze schaffen. Alle Schüler sämtlicher Schularten ab der fünften Klasse können sich daran beteiligen.


Prämierung am 17. Juli

Über die künstlerische Bearbeitung des Themas wird eine Jury befinden. Die schönsten Arbeiten werden prämiert und sind ab 17. Juli in einer Sonderschau im Forchheimer Pfalzmuseum zu sehen. Auf die Sieger warten Preise zwischen 250 und 500 Euro. Abgabetermin für die künstlerischen Arbeiten ist der 31. Mai.

Um die langfristigen Ziele wie gesunde, saubere Böden, unbelastetes, frisches Trinkwasser, Erholung spendende Wälder oder eine krisensichere Energieversorgung zu erreichen, plant die Klima-Allianz Forchheim unter dem Arbeitstitel "Klimaschutz young" auch Facebook-Aktionen, die aber im Moment noch nicht näher präzisiert werden. "Das Thema muss auch in den sozialen Medien präsent sein", meint Emmerich Huber, "schließlich betrifft der Klimawandel die jungen Leute am stärksten."

Das Forum strebt zudem eine Zusammenarbeit mit kirchlichen Organisationen an und plant Kino-Vorführungen zu diesem Themenbereich. Gerade im Bundestags-Wahljahr 2017 soll der Klimawandel auch bei Podiumsdiskussionen und Gesprächen mit Bundestagskandidaten thematisiert werden, sagt Barbara Cunningham.