von Annika Beyersdorff

"Die Auswahl ist außerordentlich schwer gewesen", sagt Bürgermeister Franz Streit (CSU). Entscheidend waren neben der Ausstrahlung vor allem die Aussprache und das Aussehen. Obgleich die Engel dieses Jahr alle blond sind, stelle die Haarfarbe kein Auswahlkriterium dar. Von der Eröffnung des Weihnachtsmarktes am 1. Dezember bis Heilig Abend werden die drei Mädchen täglich abwechselnd ein Türchen am Rathaus-Adventskalender öffnen, sowie Altenheime und Kindergärten in der Umgebung besuchen.

Ein Engel mit Harfe

Wenn Michelle Lüdtke (16) nicht gerade als Engel unterwegs ist, liest sie gerne, singt oder spielt Harfe. Schon lange hatte sie den Wunsch, einer von den Weihnachtsengeln zu werden, Doch aus Angst vor der Konkurrenz hat sie sich lange nicht getraut, eine Bewerbung abzugeben. "Das Casting war dann aber doch nicht so schlimm, wie erwartet", erzählt sie. Die Forchheimer Schülerin des Ehrenbürg-Gymnasiums liebt Kinder und freut sich besonders darauf, von ihrer fünfjährigen Nichte als Engel gesehen zu werden, die extra aus dem Bamberger Umland nach Forchheim kommt.

Vorgängerin machte Mut

"Bis heute Morgen konnte ich das alles noch gar nicht glauben, aber jetzt bin ich hier und freue mich immer mehr", schwärmt die 16-Jährige Viktoria Löw, die auch Konfirmanden betreut. Auf die Idee, sich zu bewerben, kam die Poxdorferin durch ihre Freundin Chiara Schmitt, die im Vorjahr einer der Engel war. Die Doppelbelastung durch den Unterricht am Herder-Gymnasium mache ihr nichts aus, erzählt sie, sie werde alles dafür tun, immer Zeit für ihre Aufgaben als Engel zu haben. Von ihrer Familie wird "Vicky" bereits jetzt nur noch "Weihnachtsengel" genannt.

Freude in der Kälte

Laura Schad (15), Zehntklässlerin des Herder-Gymnasiums, freut sich vor allem auf den Kontakt zu den Menschen in Altersheimen und Kindergärten, denen sie als Weihnachtsengel begegnen wird. "Ich möchte den Menschen in dieser kalten Zeit eine Freude bereiten", erzählt die Oberministrantin aus Hallerndorf. Auch auf das Öffnen der Fenster ist die Schülerin gespannt. Den Engel des Weihnachtsmarktes fand sie schon immer bezaubernd und deshalb hat sie schließlich auch den Mut gefasst, sich zu bewerben. Als Engel das Türchen öffnen zu dürfen, empfindet sie als eine große Ehre.