Der Baum, der nun am Walberla thront, ist mit 20 Metern nicht so hoch wie andere Maibäume, doch kann er nicht länger sein, seit er nicht mehr direkt am Walberla gefällt wird, sondern nach oben gebracht werden muss. "Sonst kommen wir nicht um die Kurven", erklärt Rainer Gebhardt vom Heimatverein.

Der Kirchehrenbacher Heimatverein stellte auch in diesem Jahr gemeinsam mit den Kerwasburschen am Freitagabend den Baum auf. Fast wäre dabei ein Maßkrug umgeworfen worden - andere Pannen gab es nicht zu beklagen. Ein Unglück wie in Mittelfranken, bei dem eine Frau von einer herabfallenden Maibaum-Spitze erschlagen wurde, sei auf dem Walberla fast auszuschließen. Auch wenn es natürlich immer ein Restrisiko gebe. Dadurch, dass der Baum ausgegraben und dann langsam zu Boden gelassen werde, sei die Gefahr eines Bruches minimiert, so die Verantwortlichen des Heimatvereins.

3 Tage Walberla-Fest:das Programm

Auch der Fassanstich von Kirchehrenbachs Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) verlief reibungslos: drei Schläge brauchte die geübte Bürgermeisterin für den Anstich. "Da ich in diesem Jahr zum zehnten Mal ansteche, könnte ich mir zehn Schläge erlauben", scherzte sie in ihrer kurzen Ansprache noch kurz bevor sie zur Tat schritt. Ihr Fassanstich war umrahmt vom Auftritt des Musikvereins und den Tänzen von Kindern aus Kirchehrenbach, Dobenreuth, Leutenbach und Weilersbach.

Zum Anstich waren auch die Bürgermeister der anderen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft, die Vertreter der Kommunen, die mit Kirchehrenbach am integrierten ländlichen Entwicklungskonzept arbeiten, sowie die stellvertretende Landrätin Rosi Kraus und MdL Michael Hofmann (beide CSU) gekommen.